Vegetarisch Grillen und Salat-Rezepte, die satt machen

by Emilie
Vegetarisch Grillen und Salat-Rezepte, die satt machen

Aaah, der Duft des Sommers liegt in der Luft. Sonnencreme, Schwüle und natürlich: Würzig-rauchiger Grillgeruch. Der macht riesige Lust auf die nächste Grill-Party. Die lebt allerdings nicht von den Bergen an Fleisch, sondern von den Nebendarstellern, die den Klassikern die Schau stehlen. Ich will mich ja nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, doch ich würde behaupten: Die kreativen vegetarischen Alternativen und vor allem die Salate kommen zunehmend (auch bei den FleischesserInnen!) auf jeder Party am besten an. So schnell wie die gefüllten Pilze immer weg sind… Oder sich um den Grillkäse gestritten wird…

Ich hatte am Pfingstwochenende die Gelegenheit, mit n=23 eine kleine Feldstudie zu dem Thema durchzuführen. Den ProbandInnen wurde von Fleisch über Grillkäse bis hin zu Grillgemüse (Aubergine, Paprika, Pilze, Kartoffel, Fenchel, Süßkartoffel, Maiskolben…), Anti-Pasti, Backpflaumen, Salaten, Brot, Dips …  eine große Auswahl an Grillspezialitäten angeboten.. Die Kreativität kannte keine Grenzen, die fleißigen Hände der HelferInnen keine Müdigkeit. Ich mogelte sogar noch vegetarische Grillwürste unter das Sortiment… Aber das ist eine andere Geschichte.
Nach stundenlangem Schlemmen sah das Endergebnis dann so aus: Die Salatschüsseln waren ausgekratzt. Der Hummus-Topf mit den letzten Brotresten ausgewischt. Der Grillkäse in den Mägen verschwunden. Nur ein einsamer Haufen Fleisch und Wurst thronte noch aus dem Reste-Teller.

Spiegelt das eure Erfahrung auch wieder? Dass irgendwie immer zu viel Fleisch da ist? Aber trotzdem im Vorfeld die Angst groß ist, dass es nicht für alle reicht?

Klassisch deutsche Grillkultur: Wenig Platz für Gemüse

Auch wenn sich die Grillmeister (und Grillmeisterinnen) so langsam daran gewöhnen, dass immer mehr Gemüse auf ihrem Grill landet: Diskussionen oder bissige Kommentare gibt es doch immer noch viel zu oft. Wie schaffen wir es, ohne Sinnkrisen den festgefahrenen, fast heiligen Ablauf einer, den deutschen Standards entsprechenden, Grillparty von hinten aufzurollen?

Indem wir nicht aufhören, Alternativen aufzuzeigen! Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Je öfter er Mais und Co auf dem Grill liegen sieht, desto entspannter wird er mit der Situation das nächste Mal umgehen.

Im besten Fall klappt es dann, dass die vegetarischen Alternativen so lecker und interessant aussehen, dass sich alle damit den Bauch vollschlagen und selber merken: Das nächste Mal können wir weniger Fleisch einkaufen.

Vegetarisches Grillgut

Dann überlegen wir mal. Was gibt es denn so an vegetarischen Alternativen für den Grill? Am einfachsten fahrt ihr mit Grillkäse, Brot und Gemüse, ganz klar. Was es hier geht und was zu beachten ist, fasse ich noch einmal fix zusammen:

Grillkäse: Ohne Aluschale, am besten Halloumi

Halloumi schmeckt am besten. Alles in Aluschale ist nicht so lecker und gesundheitlich bedenklich. Denn Alu und Eingelegtes (vor allem in Salz oder Säure) löst Aluminiumionen, die unser Nervensystem schädigen können. Wer trotzdem was unterlegen möchte, investiert einmal in Edelstahlschalen*. Die machen sich nämlich auch für unseren nächsten Grill-Star sehr gut, dem…

Grillgemüse: Welches Gemüse kann man grillen?

Es wird immer noch unterschätzt, was alles gegrillt werden kann! Eigentlich könnt ihr einmal durch die Gemüseabteilung gehen und alles einladen, was ihr gerne esst. Denn grundsätzlich schmeckt fast jedes Gemüse gegrillt. Meine Favoriten sind:

  • Fenchel
  • Zwiebel
  • Zucchini (auch gut in dünne Scheiben um Käse gewickelt)
  • Aubergine
  • Paprika
  • Mais
  • Süßkartoffel
  • Pilze (gefüllt mit Käse)
  • gekochte Kartoffeln
  • Spargel
  • Möhren (ja echt!)

Am besten wird das Gemüse, wenn ihr es kurz in (hitzebeständiges!) Öl einlegt und mit Salz, Pfeffern und euren Lieblingskräutern würzt.

Hilfe: Mein Grillgemüse verbrennt und zerfällt

Wer einmal schlechte Erfahrungen mit Grillgemüse gemacht hat, hat noch lange keine Ausrede, es nicht noch einmal zu versuchen. Denn die Lösung ist ganz nah: Investiert einmal in eine Schale aus Gusseisen oder Edelstahl* und schon wird euch nichts mehr Zerfallen oder Verbrennen.

Salate zum Grillen, die satt machen

Es ist super wichtig, dass alle auf einer Grillparty vielfältig essen können und satt werden. Das gilt für FleischesserInnen genauso wie für VeganerInnen. Am einfachsten erreicht ihr dieses Ziel, in dem ihr mit einer großen Anzahl an unterschiedlichen Salaten, Brot und Dips plant.

Für sättigende Salate sind das die besten Grundlagen:

  • Getreideprodukte (Nudeln, Couscous, Bulgur)
  • Pseudeogetreide (Hirse, Quinoa, Buchweizen)
  • Hülsenfrüchte (Kichererbsen, Linsen, Bohnen)

Auf meiner Grillsause zu Pfingsten gab es an zwei Tagen ein riesiges Salatbuffet. Ich habe mich mit meinem Fabelhaften Linsensalat (das Rezept findet ihr HIER) und am zweiten Tag mit einem sehr simplen “Hausmanns-Linsensalat” beteiligt (dazu mixt ihr ein Senfdressing zusammen und schmeißt Linsen mit Apfelstücken und saure Gurke etc. in eine Schüssel. Ein bisschen wir norddeutscher Kartoffelsalat in proteinreich!). Kennengelernt habe ich einen super tollen Rotkohl-Salat, der vor allem durch den Ingwer überzeugt. Ein alter Klassiker ist mittlerweile der Wassermelonen-Feta-Salat. Wer den noch nicht kennt, muss die Kombi unbedingt ausprobieren!

Andere Salate, die es hier schon auf meinem Blog gibt und die sich auch super zum Grillen machen:

Und weil er so lecker war, brandneu hier auf dem Blog: Silkes Rotkohlsalat (aus der Berliner Zeitung). Danke dafür!

Rotkrautsalat mit Ingwer und Koriander

Vegetarisch Grillen und Salat-Rezepte, die satt machen

Ingredients

  • 1/2 kleiner Rotkohl
  • 2 Möhren
  • 1 rote Paprikaschote
  • 200g Cashewkerne
  • 1 Knoblauchzehe
  • ein Schuss Apfelessig
  • Sesamöl
  • 1 TL Senf
  • 1 Limette
  • 1 Stück frischer Ingwer
  • 1 TL Chiliflocken
  • 1/2 TL Salz
  • 1 Bund frischer Koriander (optional)

Instructions

  1. Die Cashewkerne in einer Pfanne ohne Fett rösten.
  2. Den Rotkohl in Streifen schneiden oder raspeln.
  3. Die Möhren reiben, den Koriander hacken.
  4. Den Ingwer fein hacken oder reiben. Ebenso den Knoblauch.
  5. Für das Dressing den Saft der Limette mit dem Öl, dem Senf, Salz, Chilli und dem Essig verrühren.
  6. Alles gut vermengen und servieren.
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