Rosa Radicchio-Risotto und Radicchio-Mango-Smoothie

by Emilie
Rosa Radicchio-Risotto und Radicchio-Mango-Smoothie

 

Ich kann den Frühling spüren. Er ist fast da. Aber eben nur fast. Das merke ich an den eisigen Winden, die mich bei meinem ersten Sonnenbad stören, daran, wie ich gerade schon die Sommerjacke aus dem Schrank geholt habe und nun doch schon wieder im Wintermantel durch die Straßen eile. Oder eben daran, dass ich bei meinem Lieblingsgemüsestand immer noch Radicchio kaufen kann.

 

Radicchio ist ein Wintersalat, der mit dem Chicorée verwandt ist. Das muss euch bewusst sein, denn mit der Info im Kopf wundert euch der bittere Geschmack auch nicht mehr. Meinem lieben Freund habe ich diese Information wohlweislich verschwiegen, damit er das folgende Gericht nicht kategorisch ausschließt. Bitter ist nun mal Geschmacksache.

Keine Angst vor bitter, bitte!

Kinder verziehen bei Rosenkohl, Pampelmuse und Co das Gesicht. Das ist auch ihr gutes Recht, denn in diesen Momenten wird bei ihnen eine angeborene Abwehrreaktion aktiv. Unser Körper sträubt sich am Anfang unseres Lebens gegen Bitteres, da Giftiges meistens bitter schmeckt. Im Gegensatz dazu schüttet er positives Hormone aus, wenn wir Süßes essen, da er weiß, dass Energiereiches meistens süß schmeckt. Man sollte den Kleinen also nicht immer böse sein, wenn sie ihr Gemüse manchmal nicht aufessen wollen. Hier werden sie von Mutter Natur geschützt.

Erst später lernen wir, dass es einige bittere Nahrungsmittel gibt, die uns gut bekommen und stellen fest, dass eine bittere Note in manchen Gerichten sehr wohl auch gut schmecken kann. Zum Glück!

Denn die Bitterstoffe in der Nahrung regen unsere Verdauung an. Der intensive Geschmack lässt den Körper schnell viel Speichel produzieren, Magen- und Gallensäfte werden vermehrt ausgeschüttet und unser Darm kommt in Bewegung. So können bittere Nahrungsmittel Blähungen und Völlegefühl entgegenwirken (nicht umsonst bekommt ihr in der Apotheke bittere Magensäfte bei Beschwerden ;) ) Die einsetzende Verdauung signalisiert unserem Gehirn, dass wir genug zu essen hatten – wir essen tendenziell weniger bzw haben es weniger mit Heißhungerattacken zu tun.

Mal abgesehen davon enthält der Radicchio Salat noch eine Handvoll Vitamine. Es lohnt sich, ihn kennenzulernen!

Radicchio

Das Risotto zählt zu meinen Lieblingsrisottos. Nicht nur, dass es mit Rotwein gemacht wird, auch der Kontrast zwischen bitterem Salat und fruchtigem Orangensaft überzeugt mich. Der Parmesan gibt dem ganzen eine cremige Konsistenz und eine deftige, italienische Note. So verabschiede ich mich gerne vom Winter!

An diesem Foto seht ihr, dass ich noch keine Profifotografin bin. Stellt euch besser vor, ich würde nicht so gierig über den Teller schauen… ;)

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Wahrscheinlich habt ihr nach diesem Gericht immer noch eine gute Portion Radicchio im Kühlschrank hocken. Wenn euch nicht nach einem klassischen Salat ist, probiert doch mal diesen Smoothie: Er ist eine bitter-süße Offenbarung!

Radicchio-Mango Smoothie

150g Radicchio, eine Mango, eine Hand voll Cashews, ein Löffel Kokosöl und Wasser in einen Mixer geben und pürieren.

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