Können wir mit einer veganen Ernährung das Klima retten?

by Emilie
Können wir mit einer veganen Ernährung das Klima retten?

Damit sich unsere Erde nicht um mehr als zwei Grad erwärmt und somit den kritischen Point-of-no-return der Kilmaerwärmung erreicht, dürfte jede und jeder von uns pro Jahr maximal 2,4 Tonnen CO2 produzieren. Der deutsche Bundesdurchschnitt liegt bei etwa 11 Tonnen. Um ökologischer zu leben, gibt es viele Ansätze:
Wir könnten

  • auf Treibhausgas-ausstoßende Transportmittel verzichten.
  • in eine ganz kleine Wohnung ziehen.
  • ausschließlich Ökostrom beziehen.
  • allgemein viel weniger konsumieren.
  • uns vegan ernähren.

Unsere Ernährung beeinflusst das Klima

Ich – als Foodie und Ernährungswissenschaftlerin – konfrontiere mich selbst am stärksten mit dem letzten Punkt auf der genannten Liste. Denn was bei mir auf dem Teller landet, entscheide ich sehr bewusst und immer häufiger auch aus einer ökologischen Perspektive. Mittlerweile stellt sich mir nicht mehr nur die (egoistische) Frage “Ist das gesund für mich?”, sondern auch: “Belastet dieses Lebensmittel die Umwelt?”.

Und so

  • kaufe ich mittlerweile (fast) ausschließlich im Bioladen ein.
  • bin Teil einer Food-Kooperative, die regionale Lebensmittel bezieht.
  • versuche ich, vermehrt auf Saisonalität zu achten.
  • esse ich kaum Fleisch und wenig tierische Produkte.

Doch ich lebe immer noch nicht vegan. Und das aus purem Egoismus heraus: Ich bin viel zu neugierig und genusshungrig, um mich tierischen Lebensmitteln komplett zu verschließen. Ich mache mir über die ethischen Aspekte (noch?) sehr wenige Gedanken. Und mir schmeckt Käse sehr gut.

Immer mal wieder habe ich (vor allem aus Umweltgründen) ein schlechtes Gewissen deswegen, doch dann setze ich wieder alles in die Perspektive. Und erinnere mich daran, dass ich immerhin schon sehr viel richtig mache. Was mir dabei neulich sehr gut geholfen hat, war das Video der unglaublich tollen Mai. Die erklärt auf eine so umfassende Art und Weise, wie unsere Ernährung sich auf unsere Umwelt auswirkt, dass ich es an dieser Stelle gar nicht besser machen kann. Bis auf ein, zwei Aspekte (die Abholzung des Regenwalds z.B.) hat dieses Video alles, was ihr zum Thema wissen solltet und findet ein wichtiges Fazit:

Jede klimafreundlicherer Lebensweise bedeutet an irgendeiner Stelle Verzicht. Das gilt auch für unsere Ernährung.

  • Verzicht auf Fleisch und eventuell andere tierische Produkte
  • Verzicht auf Lebensmittel, die außerhalb der Saison liegen (z.B. Beeren und Gurke im Winter)
  • Verzicht auf Lebensmittel, die nicht regional angebaut werden (z.B. Avocado aus Mexiko)

Wir sollten uns nun entscheiden, worauf wir am ehesten verzichten können. Denn nur, weil wir es nicht schaffen, uns zu 100 Prozent klimaneutral zu ernähren, heißt das noch lange nicht, dass wir unsere CO2-Emissionen nicht wenigstens reduzieren können. Wenn das alle machen, bringt das schon eine ganze Menge.

Hier habe ich übrigens einmal 9 Tipps für mehr Nachhaltigkeit im Alltag gegeben. Die kommen mir mittlerweile schon fast banal vor, sind aber immer noch genau so richtig! Und hier habe ich mich schon einmal etwas kritischer mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinander gesetzt.

Das könnte dir auch gefallen:

3 comments

Chrissie April 18, 2019 - 09:47

Liebe Emilie,
vielen lieben Dank für den Link zu diesem Video! Nicht nur, dass Mai in ihrem Beitrag wirklich sehr gut argumentiert und viele Fakten in einen umfassenden Zusammenhang stellt, durch den ich noch viel Neues lernen konnte, nein, dank deinem Link bin ich überhaut erst auf Mai’s Youtube-Kanal aufmerksam geworden und bin total begeistert von ihrer Art und ihren Erklärungen, auch zu anderen Themen.
Das Fazit, dass Mai und du ziehen, ist nachvollziehbar und bringt mich zum Nachdenken. Das Wissen über all diese Dinge (besonders auch jetzt nach dem Video) ist bei mir vorhanden, die Erkenntnis, dass Verzicht nötig ist, ebenfalls. Und ich bemühe mich immer mehr, Fleisch wegzulassen und auf Saisonalität und Regionalität zu achten – und es fällt doch so schwer. Aber auch mit kleinen Schritten kommt man irgendwann an sein Ziel, solange man dieses nicht aus den Augen verliert :)
Und so wie jede Wegwerfwindel, die ich meinem Kind nicht anlege, sondern durch eine Stoffwindel ersetze einen kleinen Beitrag leistet, ist auch jeder Einkauf, bei dem ich kein Obst aus Indien/Chile oder Südafrika einkaufe, ein kleiner Beitrag. Und für die Küche in der neuen Wohnung habe ich mir schon einen Platz für einen saisonalen Obst- und Gemüsekalender ausgeguckt :)

Ganz liebe Grüße,
Chrissie

Reply
Emilie April 18, 2019 - 10:36

Liebe Chrissie, ich danke dir sehr für dein Feedback! :) Mai habe ich auch erst vor kurzem entdeckt und mich sofort schockverliebt. Großartig und inspirierend, was sie macht und tut!
Dann gehen wir mal alle Schritt für Schritt vorwärts und sehen, wo wir ankommen… Hoffentlich machen viele mit!
Dicke Umarmung,
Emilie

Reply
Werner July 13, 2019 - 07:14

Bitte deinen Newsletter

Reply

Leave a Comment

Hier gibt es Cookies! Ist das okay für dich? Das ist okay. Ich geh mal wieder.

Datenschutz und Cookies