Indisches Soulfood: Khichdi mit Haferkernen

by Emilie
Indisches Soulfood: Khichdi mit Haferkernen

Als ich mein erstes Khichdi aß, hatte ich gerade drei Tage Magen-Darm-Verstimmungen hinter mir. Typisch für einen Indienurlaub, in dem ich natürlich sofort in der ersten Woche gefühlt alle Streetfood-Stände ausprobieren musste, die meinen Weg kreuzten. ;) Khichdi ist in Indien eine Schon-Speise, ähnlich wie bei uns Grieß- oder Haferbrei. Das Gericht wird wesentlich milder gewürzt als die klassischen Currys und ähnelt in der Konsistenz Risotto. Ich stelle euch heute das Rezept dafür vor, verwende allerdings Hafer anstelle von Reis.

Das kann durchaus eine sinnvolle Abwechslung sein, da Reis oft mit Arsen belastet ist. Aber auch ohne aus Reis verzichten zu wollen, integriere ich Hafer sehr gerne in meine tägliche Ernährung. Dass das eben nicht nur zum Frühstück geht, zeigt ein Haferprodukt, das recht neu regelmäßiger Gast in meiner Küche ist.

Hafergrütze: Perfekt als Risotto, Milchreis oder Salat

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Hafergrütze habe ich Dank des Deutschen Haferverbandes “Hafer – Die Alleskörner” kennengelernt. Grütze bezeichnet dabei grob gehackte ganze Haferkerne. Diese lassen sich ähnlich wie Reis zubereiten und kommen ihm in der Konsistenz nahe. Ihr findet Hafergrütze in gut sortieren Supermärkten oder im Biomarkt. 

Ich mag Hafergrütze super gerne und benutze sie oft in klassischen Reisgerichten – diesmal z.B. in Khichdi.

Hafer als Hauptmahlzeit

Dass Hafer mehr kann als Brei, Müsli oder Brot haben mir die starken Frauen von „Hafer – Die Alleskörner“ ins Gedächtnis gerufen. Sie haben mir die verschiedenen Verarbeitungsstufen von Hafer mit einem tollen Event gezeigt und mich auf viele Ideen gebracht. Hier habe ich zum Beispiel Haferkleie genutzt und damit Muffins gebacken. 

Und auch mit groben Haferkörner, also im Prinzip ungequetschten Haferfllocken, lässt sich super kreativ arbeiten. Hafergrütze ist ein Produkt, mit dem ihr herzhafte Hafergerichte kochen könnt: Überall dort, wo Reis eingesetzt wird, geht auch Hafer! Hier findet ihr z.B. ein Rezept für Hafersushi! 

Für mich macht es im Moment sehr viel Sinn, mehr mit Hafer zu kochen, da ich kaum mehr zum Frühstücken komme. Trotzdem möchte ich auf das Powergetreide nicht verzichten, dass uns neben Vitaminen und Mineralstoffen den Super-Ballaststoff Beta-Glucan liefert. Warum der besonders gut für unseren Körper ist, werdet ihr bald hier auf meinem Blog lesen können!

Khichdi: Das indische Wohlfühlessen

Wie oben erwähnt, wurde mir Khichdi (ausgesprochen sowas wie “Kitschti”) in Indien als mildes Essen vorgestellt, das Eltern ihren kränkelnden Kindern kochen. Es wird serviert, wenn jemand Bauchschmerzen hat, traurig ist oder einfach eine warme Schüssel Liebe nötig hat. Khichdi ist also der indische Milchreis oder auch vergleichbar mit unserem Haferbrei.

Herzhaft-mildes Gemüse-Curry-“Risotto”

Für uns schmeckt Khichdi herzhaft, für besonders sensible Gaumen sogar scharf. Für die indische Küche ist die Khichdi-Würzung allerdings sehr mild und eine angenehme Abwechslung zu den sehr geschmacksintensiven Currys.

Das schöne an Khichdi ist die Mischung an Hülsenfrüchten, Hafer und saisonalem Gemüse. Oft werden Erbsen verkocht, aber auch Kartoffel, Tomate oder jedes deiner Lieblingsgemüsesorte funktioniert gut.

Nahrhaft Dank Aminosäurekombination

Wer sich ein wenig mit pflanzlichen Proteinen auskennt, weiß, dass diese am besten kombiniert gegessen werden sollten. Denn in jeder Pflanze stecken andere essentielle Aminosäuren, die zusammen ein komplettes, hochwertiges Proteinprofil ergeben. Eine Kombination von Getreide und Hülsenfrüchten macht zum Beispiel besonders viel Sinn:

Getreide ist arm an Lysin, dafür reich an Methionin.

Bei Hülsenfrüchten ist es genau andersherum: Sie enthalten viel Lysin, dafür weniger schwefelhaltige Aminosäuren wie Methionin.

Ich jedenfalls liebe Khichdi. Wer noch etwas Gemüse und Getreide übrig hat, kann mit diesem Grundrezept das Gericht gern selbst probieren:

Khichdi mit Haferkernen

2 Portionen

Khichdi mit Haferkernen

Ingredients

  • 1/2 Tasse Hafergrütze
  • 1/2 Tasse rote Linsen
  • 1/2 Tasse Mungbohnen
    Gemüse:
  • was du da hast oder magst z.B.:
  • 1 Kartoffel
  • 1 Möhre
  • grüne Erbsen
  • 1 Tomate
  • Zucchini
  • ...
    Gewürze
  • 2 Lorbeerblätter
  • 2 Kardamomkapseln
  • 4 Nelken
  • 1 TL Cumin
  • 1 TL/je ein Stück Ingwer und Knoblauch
  • 1 grüne Chilli
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • optional (so wird's im Süden Indiens gekocht): 1 TL Senfkörner
  • Salz

Instructions

  1. Als erstes etwas Öl in einem Topf erhitzen und die Gewürze ein wenig anbraten. Achtung, lass sie nicht zu heiß werden, denn Gewürze verbrennen schnell!
  2. Als nächstes die Linsen, Bohnen und die geschroteten Haferkerne anschwitzen - als ob du ein Risotto kochst!
  3. 4-5 Tassen Wasser dazu geben.
  4. Dann das kleingeschnittene Gemüse ebenfalls in den Topf geben und das indische "Risotto" so lange kochen, wie du magst, aber mindestens 15 min. Die Bohnen sollten gar sein, die Konsistenz vom Gemüse etc. kannst du selbst bestimmen. Guten Appetit!
https://emiliestreats.de/indisches-soulfood-khichdi-mit-haferkernen/

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1 comment

Werner Mecke August 5, 2019 - 12:07

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