How to: Kombucha herstellen (Anleitung mit und ohne Scoby!)

by Emilie
How to: Kombucha herstellen (Anleitung mit und ohne Scoby!)

Gestern habe ich euch den Mund wässrig geredet. Habe euch meinen neuen kleinen Mitbewohner vorgestellt und euch 8 gute Gründe gegeben, warum es sich lohnt, sich mehr mit Kombucha zu beschäftigen.

Jetzt ist es nur fair, endlich mit der Sprache rauszurücken, wie ihr das Trendgetränk Nummer 1 auch selbst zu Hause herstellen könnt! Und das ist gar nicht schwer….

Was ist eigentlich Kombucha?

Methode 1: Kombuchaherstellung mit Scoby

Wenn ihr so einen verrückten Vogel in eurer Nachbarschaft habt, der sich auch schon ein Stück „Qualle“ auf Zuckertee gesetzt hat, habt ihr das große Los gezogen. Jetzt gibt es eigentlich gar keinen Grund mehr, keinen Kombucha herzustellen, denn mit schon vorhandenem Scoby ist die Sache ganz einfach.

Alternativ werden Scobys mitlerweile auch schon bei ebay verkauft. Zu der Seriosität der Anbieter kann ich keine Auskunft geben, da ich meinen Scoby nach der Methode 2 ins Leben gerufen habe. Eine weitere Bezugsquelle sind die Jungs von Fairment Kombucha (mehr Infos weiter unten).

Für einen Liter Kombucha-Starter mit Scoby braucht ihr:

1l Wasser

8g Grün-, Schwarz- oder weißen Tee (lose oder 2 Teebeutel!)

50g Zucker (braun oder weiß, das ist völlig egal)

einen Scoby (dieser muss NICHT die Größe der Oberfläche eures Gefäßes besitzen!) und

einen großen Glasbehälter (es geht auch BPA-freies Hartplastik, aber auf keinen Fall Metall!)

optional: (dann fermentiert das Ganze schneller!): ½ Tasse fertigen Kombucha

  1. Setzt das Wasser in einen großen Topf auf. Gebt den Tee und den Zucker hinzu und kocht die Mischung kurz auf.
  2. Wenn der Zucker vollständig gelöst ist, füllt ihr den gesüßten Tee in euer Gefäß ab. Der Tee muss vollständig auskühlen, bevor ihr euren Scoby „zu Wasser lasst“.
  3. Ist das Getränk abgekühlt, setzt ihr euren Scoby vorsichtig auf die Oberfläche.

Anmerkung: Euer Scoby muss nicht so groß sein wie euer Gefäß! Ist er zu klein, wird er wachsen, ist er zu groß, schneidet ihr ihn euch zurecht (das tut ihr am besten sehr schnell mit einer Schere, denn … siehe „Was gibt es zu beachten“)

  1. Viele Scobys sinken in den ersten Tagen zu Boden, doch keine Sorge: Das ist völlig normal. Im schlimmsten Fall bildet sich auf der Oberfläche ein neuer kleiner Scoby.
  2. Deckt das Gefäß mit einem luftdurchlässigen Baumwolltuch ab. Achtung: Fliegen lieben Kombucha! Ihr solltet ihn auf keinen Fall offen stehen lassen.
  3. Nach einer Woche könnt ihr den Kombucha kosten. Schmeckt er noch sehr süß, lasst ihn eine weitere Woche stehen. Achtung: Erfahrene (alte) Scobys sind teilweise fleißige Bienchen, die einen Kombucha auch schon nach 3-4 Tagen fermentiert haben. Früheres Kosten lohnt sich dann!
  4. Nach spätestens zweieinhalb Wochen sollte euer Kombucha fertig sein. Nun könnt ihr ihm noch einen bestimmten Geschmack verleihen. (siehe unten: Zweite Fermentation)

How-to: Kombucha herstellen

Methode 2.1: Kombuchaherstellung ohne Scoby

Für 1,5 Liter Kombucha-Starter ohne Scoby braucht ihr:

1l Wasser

8g Grün-, Schwarz- oder weißen Tee (lose oder 2 Teebeutel!)

50g Zucker (braun oder weiß, das ist völlig egal)

eine Flasche unpasteurisierten Kombucha

einen großen Glasbehälter (es geht auch Plastik, aber auf keinen Fall Metall!)

  1. Die ersten 2 Schritte sind identisch mit den ersten 2 Schritten der 1. Methode.
  2. Wenn das Getränk abgekühlt ist, gebt ihr die Flasche Kombucha zu eurer Teemischung hinzu.
  3. Nach etwa einer Woche könnt ihr eine winzig kleine Membran auf eurem Kombucha erkennen. Herzlichen Glückwunsch, der Babyscoby ist geboren!
  4. Nach spätestens 3 Wochen ist euer Kombucha fertig und euer Scoby ausgewachsen. Diesen könnt ihr sorgfältig einsammeln, ihn in ein Plaste- oder Glasgefäß tun, etwas Kombucha darauf geben, damit er nicht austrocknet und im Kühlschrank so lange aufbewahren, bis ihr euren nächsten Kombucha nach Methode 1 ansetzt (bis zu 30 Tage).

Kombucha

Methode 2.2: Reine Scobyherstellung

Eine andere Möglichkeit, die ich ausprobiert habe, war, dass ich eine Tasse meines Kombuchas einfach 3 Wochen stehen ließ. Fast der gesamte Inhalt meiner Schüssel wurde zu einem sehr dunklen, kleinen Scoby!

Für einen Babyscoby braucht ihr:

eine Tasse unpasteurisierten Kombucha

einen flachen Teller oder eine Schüssel

  1. Stellt euren Kombucha, abgedeckt mit einem Baumwolltuch, an einen warmen, schattigen Ort.
  2. Nach 2-3 Wochen ist euer Scoby geboren!
  3. Diesen Scoby könnt ihr nach Methode 1 weiterverarbeiten.

Wo kaufe ich unpasteurisierten Kombucha? 

Ich habe meine erste Flasche Kombucha auf der Berlin Food Week von den Mädels der Berlin Kombucha Society gekauft. Ich habe aber mal kurz gegoogelt – es gibt mittlerweile mehrere Anbieter, die ihren nicht erhitzen Biokombucha verkaufen. Ein Beispiel wären die Jungs von Fairment Kombucha, die sogar Scoby + Ansatzflüssigkeit im Set bei Amazon verkaufen –> hier gibt’s ein ganzes Kit, hier einen Scoby und hier die passende Ansatzflüssigkeit/rohen Kombucha.

Wenn ihr andere guten Anbieter gefunden habt, kommentiert gerne unter diesem Beitrag – viele andere Kombucha-Interessierte freuen sich darüber! Anderer Tipp: Wenn ihr in einer Großstadt wohnt, geht ins nächste Szeneviertel und schaut euch um! Ich bin mir sicher, dass das eine oder andere Café im Hinterzimmer Scobys angestellt hat… ;)

How-to: Kombucha herstellen

Die zweite Fermentation – So kommt der Geschmack in den Kombucha!

  1. Entscheidet euch, wonach euer Kombucha schmecken soll. Nach Früchten der Saison? Nach Zimt? Nach Vanille? Ingwer? Kokosnuss? Nach einer bestimmten Teesorte? Besorgt euch die entsprechenden Zutaten.
  2. Schneidet euer Obst klein. Füllt euren fertigen Kombucha in ein kleineres Glasgefäß oder in eine Glasflasche ab. Gebt das Obst in euren Kombucha. Mögt ihr euer fertiges Getränk sprudelig, solltet ihr etwas Platz bis zum Verschluss lassen, damit Gase entstehen können. Verschließt das Gefäß luftdicht!
  3. Nach zwei Tagen hat euer Kombucha den Geschmack eurer Zutaten angenommen und ist bereit, genossen zu werden!

Achtung! – Das gibt es zu beachten!

Wascht euch eure Hände! Die Kombuchaherstellung ist nicht schwer, allerdings solltet ihr eines sehr, sehr ernst nehmen: die Hygiene. Kombucha ist ein lebendiges Produkt, ständig finden diverse Stoffwechselvorgänge statt. Habt ihr einmal einen Keim im Getränk, wird es schlecht. Solltet ihr auch nur ein winzig kleines blaues, haariges Fleckchen Schimmel auf eurem Scoby finden, schmeißt ihn weg. Denn eure Gesundheit ist wesentlich wichtiger als ein Fizzy Drink.

Hände weg vom Früchtetee! Tee mit Ölen (z.B. Earl Grey) oder auch Früchtetee sind für die Kombuchaherstellung nicht geeignet. UPDATE: Sind sie doch! Lest mehr dazu hier.

Raus aus der Sonne! Der Scoby liebt einen lauwarmen Arbeitsplatz, er besteht ja schließlich zum Teil aus Hefe. Direktes Sonnenlicht solltet ihr aber lieber trotzdem meiden.

Was ist eigentlich Kombucha?

SO! Nun seid ihr good to go! Wer noch Fragen hat, kann sich gerne bei mir melden! Ich sammle Fragen, die ich gestellt bekomme sowie meine eigenen und beantworte sie dann ausführlich in einem Post.

Ich bin sehr gespannt, was ihr von euren Kombuchaexperimenten berichtet. Let’s brew! :D 

Ihr habt Lust auf mehr fermentierte Getränke? Ab jetzt gibt es auch einen Beitrag zu Wasserkefir auf meinem Blog!

 

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39 comments

Valerie March 9, 2016 - 13:20

Wirklich klasse! Wir ziehen bald in unser Haus und ich denke ich werde, das dann mal versuchen :)
Aber noch eine Frage: Enthält Kombucha dann Alkohol? Und weißt du wieviel?

Liebe Grüße

Reply
Emilie March 9, 2016 - 17:58

Hey! :) Ja, Kombucha enthält in ganz kleinen Mengen Alkohol und zwar etwa 0,5%. Der Wert kann natürlich steigen, wenn die Fermentierung zu lange andauert, das schmeckst du dann aber auch. Schau mal, hier habe ich einen ganzen Beitrag dazu, was Kombucha eigentlich ist, wie er entsteht usw.: http://emiliestreats.de/de/mein-liebstes-neues-hobby-und-warum-es-sich-lohnt-seinen-eigenen-kombucha-zu-zuchten/
Viel Spaß beim Brühen und Ausprobieren! :D
Alles Liebe an dich!

Reply
Claudia July 9, 2020 - 17:27

Guten Tag,

Danke für die ausführlichen Informationen zum Thema Kombucha. 1x hat sich mit Kombuchaflüssigkeit ein Pilz gebildet. Den habe ich mit 1 L Tee angesetzt und nach nur ca. einer Woche war schon ein zweiter P. da, der dann auch absank und jetzt schräg über dem 1. Pilz hängt. Zudem bildet sich nun schon ein 3. Pilz. Was nun? Danke im Voraus…. LG Claudia

Reply
Emilie July 9, 2020 - 17:49

Hallo Claudia!
Das ist überhaupt nicht schlimm, eher toll. :) Entweder, du nutzt die Scobys für unterschiedliche Ansätze: Einen kannst du z.B. mit grünem Tee ansetzen, den anderen mit Früchtetee… Was du magst. Oder, du setzt sie alle zusammen in einen Ansatz. Nach einer Weile können sie sich auch zu einem großen Scoby verbinden. Aufbewahren kannst du sie alle zusammen in einem Glas mit etwas Kombucha im Kühlschrank. Es ist auch nicht schlimm, wenn sie zusammengequetscht werden im Glas, sie brauchen im Kühlschrank nicht viel Platz. Viele Grüße!

Reply
Claudia July 10, 2020 - 14:05

Vielen Dank, liebe Emilie.
Dank deiner hilfreichen Antwort brauche ich jetzt nicht verzweifeln ;)
Ein schönes Wochenende wünsche ich dir.
Liebe Grüße
Claudia

Reply
Holger June 12, 2016 - 17:28

Also das derr scoby Fruchttee nicht mag stimmt nicht. Ich stelle meinen Kombucha nur noch mit Frichttee und einen kleinen Teil Grünentee her. Man sollte nur darauf achten das der Tee ohne Zusatzstoffe, Aromastoffe u.s.w. ist, der grüne Tee natürlich auch. Meistens nehme ich; 6g Grüner Tee (Chun Mee, DM-Eigenmarke), 12g Früchte Tee (Windsor-Castle “Fruitics“, gibt es bei Edeka) für 3l Wasser, 280-300g Zucker, 300ml Andatzflüssigkeit, 1-2 scoby Scheiben.
Also funktioniert super bei mir, der Geschmack ist richtig schön fruchtig, und nicht bitter wie es bei manchen schwarzen Tee Sorten passieren kann. Zur zweiten Fermentierung, gibt es in jede abgefüllte Flasche so 50-70ml Traubensaft oft Johannisbeerensaft. 2-3 Tage im Zimmer. Dann ab in Kühlschrank, super spritzig, ohne dass eine Flasche explodiert, oder beim Öffnen sich halb entleert :)

Gruß Holger. Kombrewing is good!

Reply
Emilie June 12, 2016 - 19:07

Lieber Holger, das ist ja super!!! Danke für diese Info, das probiere ich gleich bei meinem nächsten Ansatz aus. Wie schön, dass auch du das Kombuchabrauen für dich entdeckt hast. Mir ist tatsächlich mal eine Flasche explodiert – die habe ich einfach viel zu lange stehen gelassen. Passiert mir bestimmt nie wieder. :’D
Viele Grüße zurück,
Emilie

Reply
Holger June 13, 2016 - 18:12

Ach noch was, hab es gerade bei dir noch was gelesen. Also zum Thema Metall und Scoby….Also ich kann aus Erfahrung sprechen das es dem Scoby schon mal egal ist wenn man in mit einem Metall Messer schneidet, also ich habe mehr Scheiben zu kleinen Quadraten geschnitten und nach dem zwischenlagern in einer Schale mit Wasser habe ich in Einmachgläsern neue Scobys angezogen, und sie wachsen super :)
Aber wie es aussieht wenn der Scoby durchgehend mit Metall in Kontakt wäre, das weiß ich auch nicht. Aber ich denke Edelstahl würde in nichts machen, da in der Industrie ja auch Kombucha in riesen Edelstahlbehälter gebraut wird. Würde mich ja mal interessieren, also wenn das mal jemand von euch testen will oder hat, keine Nachricht hier wäre cool.

Gruß Holger.

Reply
Emilie June 13, 2016 - 18:42

Lieber Holger,
Kombucha habe ich über die Kombucha Society Berlin kennengelernt – dort wird Kombucha generell nicht in Metallbehältern, sondern in großen Glasbehältern hergestellt. Die Mädels haben mir erklärt, dass Metall dem Kombucha wohl nicht gut bekommt. Ich erkläre mir das so: Die entstehenden Säuren würden Metallionen herauslösen. Ein kurzer Kontakt von Messer/Schere und Scoby ist sicherlich noch in Ordnung, da wird nicht viel passieren. Spannend finde ich, dass du den Scoby in Wasser lagerst – auf die Idee wäre ich nicht gekommen, ich lasse immer noch etwas Kombuchaflüssigkeit im “Scoby-Zuhause”.
Der Industriekombucha ist ja meist auch pasteurisiert, hat also eh nicht mehr viel mit dem ursprünglichen Getränk zu tun.
Ich freue mich sehr, dass dir das Thema so zusagt! Bald gibt es auch ein neues Rezept mit Kombucha hier auf dem Blog. ;)

Reply
Philipp September 14, 2017 - 01:27

Hey Emilie,
Tausend Dank für deine genialen Anleitungen und Ideen. Ich bin vor einigen Wochen auf Kombucha gestoßen und wollte mich auch ans Werk machen. Ich hab beide deiner varianten ohne Scoby und Starter-Kid ausprobiert und mir dafür aus dem Ökoladen um die Ecke unvermentierten Kumbucha besorgt. Die eine Hälfte hab ich einfach wie du, stehen gelassen, die andere hab ich in zu einem Teeansatz hinzugefügt. Hat beides funktioniert! Jedoch ging bei mir der Ansatz mit Tee wesentlich schneller. Aber dennoch: man braucht kein Kid, sondern einfach nur Geduld :)
Beste Grüße aus Neuseeland

Reply
Emilie September 14, 2017 - 11:47

Philipp! Vor ab: Du bist in Neuseeland?! Neid! Du machst in Neuseeland Kombucha? Doppelter Neid! :D Das klingt ja total super bei dir!
Danke, dass du mir von deinen Erfolgen erzählst, das freut mich sehr. :) Und ja genau. Ein Kit braucht man nicht unbedingt, wenn man unpasteurisierten Kombucha finden kann. Das machen die Bakterien+Hefen schon von ganz allein.
Viele Grüße und grüß die Kiwis von mir!
Emilie

Reply
Julia October 29, 2017 - 12:12

Hallo Emelie,
Mir ist es tatsächlich ungewollt gelungen einen Scoby “einfach so” herzustellen – ohne ein Kombucha Getränk zu kaufen. Ich habe angefangen selbst Ginger Beer herzustellen (rob greenfield.tv, auch auf Youtube “Wild fermentation”). Für die Basis muss man Ingwer und Zucker (je 2 Tl) mit einem Glas Wasser zusammenmischen. Dann mit einer Serviette abdecken und jeden Tag bisschen nachfüttern, damit die Fermentation anfängt. Nach ca 2-3 Tagen ist es soweit. Mittlerweile steht dieser “Ginger bug” bei mir seit ca 3 Wochen (ich hab ihn immer wieder neu gemacht, nur ca 10% von der Basis im Glas gelassen) und heute schaue ich und es hat sich ein kleiner Scoby auf der Oberfläche gebildet!!! Ich bin so begeistert ^^ ich muss dann ausprobieren, obs dann mit Tee funktioniert und zu einem Kombucha wird.
Ansonsten LIEBE ich Kombucha und mache es seit ca nem halben Jahr. Kann mich nicht satttrinken :)
Danke für die Seite und so detaillierte Beschreibung!
Glg aus Wien,
Julia

Reply
Emilie October 30, 2017 - 16:00

Hi Julia,
das ist ja der Wahnsinn! :D Ginger Beer, das interessiert mich total! Benutzt du auch Hefekulturen oder echt “nur” Zucker und die Luftbakterien? Super spannend auf jeden Fall, dass daraus auch eine Kombucha-Kultur werden kann. Berichtest du von deinen Fortschritten?
Viele Grüße,
Emilie

Reply
Kivno October 17, 2018 - 19:02

Hi super Post erstmal!

Kennt ihr eine Möglichkeit den Kambucha Pilz selbst herzustellen, z.B mit Hefe aus dem supermarkt? Diesen dann in ein geeignetes Nöhrmedium geben und wachsen lassen.

Liebe Grüsse
Kivno

Reply
Emilie October 18, 2018 - 13:53

Hi! Das weiß ich leider nicht. Du kannst dir einen lebendigen Kombucha kaufen, diesen stehen lassen und dann entsteht ein Scoby. Ob es getrocknete Kombucha-Hefen zu kaufen gibt, kann ich dir nicht sagen.
Liebe Grüße,
Emilie

Reply
Kerstin Hampel April 17, 2019 - 08:48

Hallo Emilie
Ich bin seit 6 Tagen stolze Besitzer eines Kombucha Pilz, ich habe in einer anderen Anleitung gelesen das der Tee 15 Minuten ziehen muss, du schreibst nur das sich der Zucker aufgelöst haben muss.
In der anderen Beschreibung wurde geschrieben das er 10-14 Tage stehen muss.
Jetzt bin ich leicht verwirrt und bin unsicher was richtig ist. Es ist meine erste Begegnung mit Kombucha , bis jetzt hatte nur Wasserkefir und damit kann ich mittlerweile das halbe Dorf versorgen.
Lieben Gruß
Kerstin

Reply
Emilie April 18, 2019 - 10:34

Hallo Kerstin!
Du musst gar nicht so viel Sorge haben, dass dein Scoby nicht gut ernährt wird. :) Solange du ihm einen (abgekühlten) süßen Tee gibst, fühlt er sich wohl. Wie stark du den Tee haben möchtest (also wie lange du ihn ziehen lässt), ist dir überlassen! Ich bin mittlerweile auch mutiger geworden und habe meinen Tee mal mit Ingwer oder Chao-Gewürzen gekocht. Das hat Scoby gar nicht gestört!
Wie lange du deinen Kombucha stehen lässt, ist auch Geschmacksache. Je länger er steht, desto mehr Säure bildet sich und desto weniger Zucker ist enthalten. Irgendwann schmeckt der Kombucha sehr stark nach Essig. Probier ihn einfach immer mal wieder oder rieche daran, um deine Zeit zu finden!
Ich wünsche dir ganz viel Spaß- Wasserkefir bekomme ich jetzt übrigens auch bald geschenkt… Ich bin gespannt auf mein nächstes Experiment!
Viele Grüße,
Emilie

Reply
Iller August 21, 2019 - 19:19

Heute früh hab ich mal Tee gekocht und eine Flasche Captain Kombucha nach dem abkühlen rein gemischt.
Auf der Flasche steht jedenfalls das es nicht pasteurisiert ist.
Jetzt heißt es warten und Daumen drücken :-)
Werde berichten ob es geklappt hat oder nicht mit diesem Kombucha.

Reply
Iller August 23, 2019 - 19:03

Wenn man nicht alles ließt :-)
Habe Earl Grey verwendet, den lasse ich jetzt aber auch erst ein paar Tage stehen (ist ja egal ob ich den jetzt wegschütte oder erst später *g*)
Mache es jetzt mit einem Grünen Tee nochmal neu.

Reply
Emilie August 23, 2019 - 23:39

Ich bin gespannt!

Reply
Iller September 5, 2019 - 09:35

Im Earl Grey hat sich wie zu erwarten war nichts gebildet, leider ist im Grünen Tee auch nichts passiert :-(
Könnte mir denken das der Kombucha welchen ich verwendet hatte schon alt war (war noch bis zum 31.08.19) haltbar).
Habe mir zwischenzeitlich einen Scoby bestellt welcher heut ankommt bei mir.
Drück mir die Daumen :-)

Reply
Iller September 11, 2019 - 15:07

Der gekaufte Scoby hat es ist noch dabei den Zucker zu naschen, habe heute gekostet und es ist noch nichts säuerliches zu schmecken, werde jetzt täglich mal kosten um zu sehen wann ich meinen Kombucha umfüllen kann.
Werde es aber auf jdenfall nocheinmal ausprobieren einen neuen Scoby zu züchten :-)

Reply
Maddy October 24, 2019 - 19:28

Hallo! Ich habe vor ein paar Tagen meinen ersten Kombucha ohne Pilz angesetzt..Nun hat sich bereits eine kleine Membrane gebildet und so kleine Fäden finden sich im Getränk. Am Bodensatz ist so eine Art dunkle Blase. Ist dies normal?
Kann ich den Kombucha ohne Pilz auch trinken oder kann dieser nur für das Aufwachsenen meines Scoby herangezogen werden? (da es ja 3 wochen braucht bis er groß ist und der Kombucha dann sicher sauer?) oder soll ich etwas Flüssigkeit entnehmen und dann den Scoby weiter wachsen lassen?
wäre super wenn jemand Tipps hat, da ich eine blutige Anfängerin bin!
Danke für das Rezept by the way🦄😘

Reply
Emilie January 31, 2020 - 17:37

Liebe Maddy, das klingt alles normal. Trinke nur die Flüssigkeit und nimm den Scoby für deinen neuen Ansatz. Er wird mit der Zeit immer größer werden!
Wenn du noch Fragen hast, kannst du dich auch gern per Mail melden. Viele Grüße! Emilie

Reply
Clara Kühnert January 27, 2020 - 13:34

Hey, ich habe vor 5 Tagen aus Tee, Zucker und Kombucha(unpasteurotisiert) 2 Scoby und Kombucha Herstellungen gestartet. Es bilden sich auf der Oberfläche eine Art Schimmel, bei dem einen vom Rand aus und beim Anderen in der Mitte. Ich würde sagen weiter abwarten? Da ich es zum ersten Mal mache, bin ich mir unsicher ob ich einen Fehler gemacht habe oder ob man genau das möchte.. man findet online leider keine Bilder zur Entstehung.

Reply
Emilie January 31, 2020 - 17:35

Schick mir gerne eine E-Mail mit dem Bild! emilie.wegner@gmail.com.
Viele Grüße!

Reply
Mili February 20, 2020 - 17:11

Hallo Emilie, ich habe mir auch eine Kultur vor einigen Tagen angeschafft und angesetzt. Ich bin gespannt ob was daraus wird. Die Scobys waren ziemlich dick und mit relativ wenig Ansatzflüßigkeit. Also habe ich sie geteilt und auf mehrere Gefäße verteilt. Ich hoffe, bei meinen Gefäßen wird daraus was werden, da diese 3,5L sind. Es war im Scoby-Glaß ungefähr 400-500ml Flüssigkeit. Erst gestern habe ich gelesen, dass man relativ viel von der Flüssigkeit bei der Herstellung des Getränks beimischen soll.
Auch war die Flüssigkeit ziemlich Essigähnlich, auch vom Geruch. Aber ich denke, genau das ist das Richtige für die Herstellung.
Oder meinst du es ist notwendig doch noch etwas Ansatzflüssigkeit in die Gefäße rein zu schütten, damit aus dem Getränk was wird?

Reply
Emilie February 20, 2020 - 19:07

Hi Milli, das klingt doch schonmal super! Die Flüssigkeit gibt man bei, damit es der Scoby noch einfacherer hat und die Fermentation noch schneller abläuft. Notwendig ist das aber nicht unbedingt! Alle Bakterien sind im Scoby und futtern jetzt fleißig den Zucker auf. Viel Spaß beim Beobachten und Genießen!
Alles Liebe, Emilie

Reply
Mili February 21, 2020 - 07:33

Guten Morgen Emilie, ich habe gestern bei einer Bekannten doch noch die Flüssigkeit geholt. Heute morgen allerdings, also zwei Tage nach dem Ansetzen, sah ich aber auf der Oberfläche, dass sich dort doch eine Kultur gebildet hat. Jipiiiiii. Die extra Flüssigkeit war also gar nicht notwendig.

Bei der Bekannten habe ich dann, freudigerweise, Wasser und Milchkefir bekommen – wie toll ist das denn! :-) Hab schon alles gestern angesetzt und bin gespannt auf das Ergebnis!

Reply
Mili February 27, 2020 - 08:56

Hallo Emilie,

ich melde mich nochmal, um von meinen Ansätzen zu berichten.

Kombucha:
ist nach einer Woche bei etwa 19 Grad fertig und leicht spritzig mit etwas typischer Kombucha-Säure im Geschmack. Ich habe ihn mit schwarzem Tee und Vollrohrzucker angesetzt und der Geschmack ist bombastisch. Die Zweitfermentation versuche ich Teils mit gesüßtem Ingwer und Teils mit Birne. Ich denke die beiden Geschmakcsrichtungen werden ganz toll harmonieren.

Ein zweites Gefäß habe ich mit grünem Tee (Mango Geschmack) und Rohrzucker angesetzt und der Geschmack ist total toll. Fruchtig, frisch mit der Kombucha-Säure. Hier werde ich nichts mehr beimischen.

Wasserkefir:
ist in der Regel nach 1,5-2 Tagen fertig. Mit Rohrzucker und Dattel hat er einen feinen Geschmack. Zufällig hatte ich am Abend davor einen Yogitee mit Ingwer gekocht und den Rest vom Tee einfach nach dem Abgiessen zum Wasserkefir gegeben. Der Geschmack ist total klasse!

Milchkefir:
mit frischer Milch angesetzt, ist der Kefir nach zwei Tagen fertig. Ich war skeptisch, ob das mit frischer Milch funktionieren würde, da jeder geschrieben hat nur pasteurisierte Milch zu verwenden. Also: gelingt der Kefir auch mit frischer Milch ganz gut.

In dem Sinne, allen ein gutes Gelingen mit dem Fermentieren!

Reply
Emilie February 27, 2020 - 08:59

Liebe Mili, Vielen Dank für deine Erfahrungswerte! Das hilft total weiter. Ich wollte schon immer mal anderen Tee oder sogar direkt Saft zum Wasserkefir geben, habe mich aber nie getraut. Ich werde mir was von deiner Experimentierfreude anschauen!
Viele Grüße, Emilie

Reply
Mm March 8, 2020 - 22:26

Du sagst, als Gefäß für den Ansatz geht auch Plastik und auf keinen Fall Metall? Entschuldige, aber das ist Mist und schlecht recherchiert. Schlimmstenfalls sogar gesundheitsgefährdend. Kombucha bildet Säure, die dazu geeignet ist, aus dem Plastik Stoffe (Weichmacher etc.) zu lösen, die du dann in deinem Gesundheitstrunk hast. Auch kann das Plastik porös werden. Gleiches gilt in Bezug auf Blei für Glasgefäße. Man sollte bei sämtlichen Materialien immer auf die Lebensmittelechtheit achten. Die Angst vor Metall ist in Bezug auf reinen Edelstahl übrigens unbegründet. Denn der ist ok für Kombucha und Co und schadet nicht.

Reply
Emilie March 9, 2020 - 19:24

Hi Marie! Danke dir, so tief drin stecke ich nicht in der Chemie. Ich habe immer vermutet, dass die Bakterien und Hefen zu viele Mineralstoffe nicht mögen und deshalb Metall nicht empfohlen wird. Aber klar, das was du sagst, klingt sinnvoll. Aus Edelstahl sollte sich eigentlich nichts lösen. Bei Plastik gehen ich mittlerweile davon aus, dass die Weichmacherthematik bekannt ist und auf Hartplastik bzw BPA-freie Gefäße geachtet wird. Trotzdem bin ich unsicher, inwieweit Mikroplastik bei Säuren ein (neu entdecktes?) Problem sind. Aber Blei in Glas? Davon habe ich noch nie gehört, das muss ich selbst mal nachschauen… Jedenfalls danke ich dir für den Input und die neuen Anstöße zum Nachdenken! Kein einfaches Thema! Viele Grüße, Emilie

Reply
Cornelia Keller April 21, 2020 - 16:34

Hallo Emilie
ich habe eine Frage, ich habe einen scoby selber gezüchtet doch der sieht sehr merkwürdig aus. Es sieht aus als hätten sich in der kleinen Myzel gefdlecht Luftblasen gebildet, ist das normal?
Ich habe diesemn aus unpastorisiertem Koimbucha gezogen habe den 1 dl genommen und dann hat sich das Myzel gebildet, dazu habe ich meine Lieblings Tee Mischung m it viel zucker dazu gegeben? Er wächst super und ist nach 2,5 Wochen schon fast ein fertiger scoby, halt mit diesen Lufteinschlüssen. Ist das normal oder habe ich da was falsch gemacht?
herzliche grüsse
Cornelia aus der Schweiz

Reply
Emilie April 25, 2020 - 17:18

Liebe Cornelia,
hm, dafür müsste ich ein Bild sehen. Wenn du magst, sende es mir an emilie.wegner@gmail.com. Ich würde aber davon ausgehen, dass alles okay ist. Scobys können sehr unterschiedlich aussehen und solange kein bläulicher Flaum drauf ist, ist alles okay. Ich wünsche dir und deinem Scoby noch viel Spaß zusammen! :)
Alles Gute, Emilie

Reply
Franzi May 28, 2020 - 18:26

Hi Emilie, danke für die tolle Anleitung.
Ich werde mich heute an meinen ersten Kombucha wagen und habe folgende Fragen:
a) wenn ich meinen Scoby nicht direkt weiter verwenden will, wie lagere ich ihn? Ich möchte erstmal schauen, ob es was wird und mir der Kombucha schmeckt, aber den Scoby (war nicht so günstig ;)) auch am Leben halten, wird mein nächster Kombucha-Versuch noch etwas dauern.
b) wenn sich ein zweiter Scoby an der Oberfläche bildet, nehme ich dann diesen für den neuen Ansatz oder ist der alte “auch noch gut”?

Würde mich freuen, wenn Du mir hier weiterhelfen kannst.

Viele Grüße,
Franzi

Reply
Emilie June 26, 2020 - 09:20

Hallo Franzi!
a) Du lagerst ihn in etwas Kombucha-Flüssigkeit, geht auch verdünnt mit Wasser. Auf keinen Fall austrocknen lassen!
b) wenn sich ein Baby-Scoby bilden sollte, kannst du ihn genauso verwenden wie deinen ersten Scoby. Auch der alte ist noch voll aktiv! Entweder, du setzt beim nächsten Ansatz beide Scobys mit rein (dann läuft die Fermentation wahrscheinlich etwas schneller ab) oder du setzt zwei Ansätze getrennt auf.
Viele Grüße,
Emilie

Reply
Marilin August 28, 2020 - 14:03

Liebe Emelie!
Vielen Dank für die ausführlice Erklärung!!
Weißt du ob man den Zucker durch Darrelsirup ersetzen kann!
Herzlichst Marilin

Reply
Emilie September 9, 2020 - 10:58

Hi Marilyn! Ein Versuch ist es wert. :) Im schlimmsten Fall hat Dattelsirup zu viel Fructose und zu wenig Glukose, sodass die Fermentation nicht gut ablaufen kann. VG, Emilie

Reply

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