Hirse-Grießbrei mit Vanille und zuckerfreiem Rhabarberkompott

by Emilie
Hirse-Grießbrei mit Vanille und zuckerfreiem Rhabarberkompott

Der Brei aus selbst gemachtem Hirsegrieß ist das eigentliche Highlight in diesem Rezept. Ich kann mir aber auch durchaus vorstellen, dass ihr von dem komplett zuckerfreien Rhabarberkompott ebenso begeistert seid. :)

Der Vorbote des Frühlings, Rhabarber, zog bei mir dieses Jahr zu Ostern das erste Mal ein. Eine Freundin meiner Stief-Familie schenkte mir ein gutes Kilo vom frisch geernteten Frühjahrsglück – eine großes Blatt für den Transport inklusive!

Ich versprach ihr, daraus ein herrliches Gebäck zu zaubern. Meine Lust auf Rhabarber war allerdings zu groß, sodass ich schon am nächsten Tag ein Kompott daraus kochte.

Liebe Barbara, die versprochenen Küchlein kommen später! ;)

 

Hirsegrieß selber machen

Basti und ich essen sehr gerne Grießbrei (hier gibt es eine vegane Variante mit Cashewkernen). An Tagen, an denen ich keine Lust zum Kochen habe, uns ein wenig quengelig und nach Gemütlichkeit zumute ist, wird die Welt in wenigen Minuten durch eine große Schüssel Grießbrei besser.

Als wir an einem solchen Tag keinen Grieß mehr zuhause hatten, musste ich mir schnell etwas überlegen. Ich schmiss kurzerhand Hirse in den Mixer und mahlte Hirsegrieß daraus – das ging so gut, dass wir das jetzt immer öfter machen.

Esst mehr Hirse! – Hirse als Substitut für Couscous, Weizengrieß und Co

Über Hirse habe ich mich auf meinem Blog schon hier und hier ausgelassen, ich muss aber noch einmal die Werbetrommel für mein liebstes Pseudogetreide rühren. Hirse ist nicht nur glutenfrei und somit für fast alle Menschen gut zu vertragen, nein, es stecken auch große Mengen von gesundheitsfördernden Mineralien in den goldenen Körnern. Ich kann euch deswegen immer nur wieder empfehlen, Hirse in euren Alltag zu integrieren.

Egal, ob ihr einen Hirse-Salat (Rezepte hier und hier) oder einen Burger daraus zaubert oder in alten Couscous-Rezepten einfach die kleinen Nudeln gegen Hirse eintauscht: Hirse ist sowohl als Frühstücksbrei, Beilage oder Hauptgericht super lecker!

Stevia statt Zucker – nicht für jeden eine Alternative

Mein Kompott habe ich diesmal mit Stevia gesüßt, was gut funktioniert hat. Leider haben nicht alle Menschen gute Erfahrungen mit Stevia gemacht und beschreiben das Kraut oft als bitter. Doch warum kommen manche mit Stevia klar und andere nicht?

Die Antwort liegt nicht im Menschen an sich, sondern in den Varianten der Stevia-Produkte. In der Pflanze gibt es eine Vielzahl von Molekülen, die neben den Süß- auch die Bitterrezeptoren auf unserer Zunge aktivieren können. Dabei schmecken einige Moleküle weniger bitter als andere. Rebaudiosid A oder D hat zum Beispiel mehr Traubenzucker gebunden als andere Stevia-Glykoside und schmeckt dadurch süßer und kaum bitter.

Je nachdem, wie die Stevia-Pflanze verarbeitet wird, empfinden wir das Endprodukt als angenehm süß oder lakritz-artig bitter. Mit welcher Variante ihr gut klarkommt, müsst ihr selbst entscheiden. Ich verwende im Moment flüssiges Stevia, in Form dieser Tropfen*.

P.S.: Wenn euch meine Einschätzung von Stevia interessiert, schreibt es gern in die Kommentare.

 

Rhabarber ohne Zucker? So geht’s

Wie ich euch schon letztes Jahr erklärt habe, gibt es eine Möglichkeit, die Oxalsäure im Rhabarber zu neutralisieren. Klickt hier und lest das nochmal nach.

Zusätzlich könnt ihr auf alternative Süßungsmöglichkeiten setzen. Wem Stevia nicht gefällt, kann es mit Xylit
* versuchen.

 

Hirse-Grießbrei mit Vanille und zuckerfreiem Rhabarberkompott

Hirse-Grießbrei mit Vanille und zuckerfreiem Rhabarberkompott

Ingredients

  • Für den Hirse-Grießbrei
  • 1l Milch (Kuhmilch oder eine vegane Alternative*
  • 150-170g Hirse
  • eine Vanilleschote
    Für das Kompott
  • 500g Rhabarber, oder mehr
  • Stevia-Tropfen*
  • eventuell eine Messerspitze Natron

Instructions

  1. Im Vorfeld die Hirse gründlich waschen, um Bitterstoffe zu entfernen. Am besten wäschst du eine große Menge sofort nach dem Kauf, lässt sie trocknen und lagerst sie dann in einem Glas.
  2. Für das Kompott den Rhabarber in grobe Stücken schneiden und zusammen mit wenig Wasser in einem Topf über geringer Hitze weich werden lassen. Noch besser und ohne Wasser geht es in einem Slow Cooker*. Tipp: Wer Oxalsäure nicht verträgt, kann den Rhabarber über dem Wasserbad dämpfen. Die Säure geht so zu einem großen Teil in das Wasser über. Das muss dann weggekippt werden!
  3. Sobald der Rhabarber weich ist, etwas Natron hinzugeben. Die Blasen verrühren und mit Stevia abschmecken.
  4. Die trockene Hirse in einem Standmixer für etwa eine Minute vermahlen. Der Grieß sollte fein sein, ein paar gröbere Körner sind allerdings total in Ordnung.
  5. Das Mark aus der Vanilleschote kratzen. Sowohl das Mark als auch die Schote in einen Topf voll Milch geben und aufkochen lassen.
  6. Langsam den Hirsegrieß in die Milch geben, dabei ständig rühren. Wer 170g Hirse nimmt, wartet nicht ganz so lang, wer 150g gewählt hat, bekommt einen feineren Brei. Solange weiterrühren, bis der Brei anfängt, einzudicken. Noch eine Weile stehen lassen - denn der Grießbrei dickt automatisch nach!
  7. Grießbrei mit dem Kompott servieren.
https://emiliestreats.de/hirse-griesbrei-zuckerfreies-rhabarberkompott-stevia/

 

*Affiliate Link. Wenn ihr über diesen Link einkauft, erhalte ich eine kleine Provision, die euch keine Mehrkosten verursacht.

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4 comments

Jenni May 4, 2017 - 09:36

Liebe Emilie,

da ich mich vor nicht allzu langer Zeit ja ebenfalls über meine Grießbrei-Liebe auf dem Blog ausgelassen habe, kommt dieses Rezept hier gerade sowas von richtig!
Auf die Idee, Hirse gewissermaßßen zu Grießbrei zu verarbeiten, bin ich noch gar nicht gekommen (und wäre es wohl auch im Leben nicht). Danke dir für den tollen Input!
Ich liebe Hirse nämlich auf unter anderem aufgrund der von dir beschriebenen Vorteile sehr – aber auch, weil sie so unverwechselbar aromatisch schmeckt. Da kommt selbst Dinkel ein wenig ins Straucheln bei dem Vergleich. ;)

Das werde ich mir also auf jeden Fall für baldige Experimente in der Küche merken!

P.S.: Ich muss dringend Rhabarber kaufen!

Liebe Grüße
Jenni

Reply
Tabea August 28, 2017 - 22:37

Hallo Emilie,

Bist du noch zufrieden mit den Stevia Tropfen? Schmeckt man den Vanille Geschmack raus?
Danke dir!
Gruß, Tabea

Reply
Emilie August 29, 2017 - 13:23

Liebe Tabea,
Ich mag die Tropfen sehr gern, kann dir aber keine allumfassende Empfehlung aussprechen, da ich tatsächlich bisher nur diese probiert habe. Stevia ist ja so süß, da hält sich eine kleine Flasche sehr lang. Das Vanillearoma schmeckt man schon leicht raus, was ich in Süßspeisen sehr angenehm finde. Es gibt die Tropfen aber auch in einer neutralen Variante. Am besten ist es, du probierst es mal aus – denn jeder schmeckt Stevia ein wenig anders!
Viele Grüße,
Emilie

Reply
Tabea August 29, 2017 - 22:43

Liebe Emilie!
Vielen lieben Dank für deine Nachricht.
Ich denke, ich werde sie ausprobieren.
Liebe Grüße

Reply

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