Blanchierter Grünkohl mit weichem Polenta, Pilzen und Rotweinsauce

by Emilie
Blanchierter Grünkohl mit weichem Polenta, Pilzen und Rotweinsauce

In drei Tagen ist Weihnachten und ich habe euch noch nicht erzählt, warum das grüne, von Kindern meist verschmähte Kraut am Tellerrand viel mehr Aufmerksamkeit verdient – nicht nur von den Amerikanern, die ihr „kale“ bis in den Trendhimmel loben, sondern auch von uns, die Grünkohl meist nur zur fetter Wurst und Knödeln kennen.

Heute wird aufgeräumt! Mit Vorurteilen, Mythen und langweiligen Kohlrezepten. Und los geht’s!

STAY CALM AND EAT KALE – woher kommt der Hype?

Seit die schönen, reichen und hippen Amerikaner*innen anfingen, Grünkohlchips zu knabbern und Michelle Obama mit Grünkohl-Shake gespottet wurde, war klar: Kale ist hip.

So schwappte der Trend auch ganz schnell zu uns rüber und explodierte förmlich. T-Shirts mit Kale-Aufdruck , Bücher wie „50 Shades of Kale“, Lobpreisungen in allen möglichen Magazinen und Tipps zur besten Zubereitung (ich sag nur: Kalemassage…) schwemmten unseren Alltag.

Doch warum ausgerechnet Grünkohl?

Trends haben ihren Ursprung meist in den Wünschen der Verbraucher. Zur Zeit boomt die vegetarische und vegane Ernährung, es werden vermehrt ethische Fragen gestellt. Aber auch Gesundheitsaspekte spielen in der Ernährung eine immer größere Rolle. Hinzu kommt der Vintagetrend – zurück zum Alten, Ursprünglichen, mehr an regionalen Steckrüben knabbern als die Ananas einfliegen lassen.

 

Grünkohl vereint alle Trendaspekte. Er ist vegan, gesund und eingestaubt. Ein fast vergessenes Lebensmittel, dass ganz schnell das Herz vieler Menschen zurückerobern konnte.

 Blanchierter Grünkohl mit weichem Polenta, Pilzen und Rotweinsauce

Auf einer Skala von 1 bis 10 – wie gesund ist eigentlich Grünkohl?

Ob wir die Grünkohl-Shirts jetzt cool finden oder nicht: Dank des Kale-Hypes hat es das überaus gesunde Wintergemüse geschafft, über sein trauriges Schmalz, Speck und Pinkel Dasein hinauszukommen. Die totgekochte grüne Pampe hat nichts mit dem liebevoll massierten, rohen Kalesalat zu tun – Grünkohl wurde wiederentdeckt.

Zum Glück! Grünkohl muss sich nämlich nicht verstecken.

 

Als pflanzliche Calciumquelle ist er für Veganer nicht zu verachten und auch sein Vitamin C-Wert kann sich sehen lassen – mit 100g frischem Grünkohl haben wir unseren täglichen Bedarf schon vollständig abgedeckt.

Außerdem zählt Grünkohl zu den eiweißreichsten Kohlsorten – vielleicht hätte Popeye lieber auf Kalepower statt auf Spinat setzen sollen. ;)

Hier habe ich für euch die wichtigsten Nährstoffe des Grünkohls zusammengefasst. Die Sternchen heißen: Fast 100% eures Bedarf werden mit nur 100g Grünkohl abgedeckt! YEAH!

Wie gesund ist eigentlich GRÜNKOHL?

 

Nächster großer Pluspunkt: Grünkohl ist billig! Und in der Saison! Es wird Zeit, ein Grünkohlrezept auf diesen Blog zu bringen…

Eingereicht bei Mädchenküche – zur Kohlsaison! :)

Blanchierter Grünkohl mit weichem Polenta, Pilzen und Rotweinsauce

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2 comments

Krisi von Excusemebut... December 21, 2015 - 20:13

Mhhh sehr lecker…Für mich ist ja Grünkohl relativ neu, aber ich esse sehr gerne!Leider komme ich hier in meiner Region kaum an Grünkohl, gibt es nur sehr selten. Kräuterseitlinge mag mein Freund leider nicht, deswegen mache ich sie praktisch nie, dabei finde ich sie sooo lecker!:(
Liebe Grüsse,
Krisi

Reply
Emilie December 22, 2015 - 15:54

Tatsächlich? Wo wohnst du denn? Bei uns gibt’s Grünkohl immer pünktlich zur Saison. Hast du schonmal im Bioladen nachgeschaut?
Kräuterseitlinge sind auch speziell…Ihr könnt aber natürlich auch jede andere Sorte verwenden!
Alles Liebe, Emilie :)

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