Energieriegel ohne Backen aka Clif-Bars selber machen

by Emilie
Energieriegel ohne Backen aka Clif-Bars selber machen

Allmählich streckt der Frühling seine langen Schmetterlings-Fühler aus und beschert uns regelmäßige Sonnentagen, die es einfach auszunutzen gilt! Für mich gibt es keine unproduktiveren Zeiten als die ersten Sonnentage des Jahres. Egal, wie wichtig die Deadline: Nach dem Mittag bin ich raus aus dem Büro und auf dem Rad! Denn wofür, wenn nicht für solche spontanen Chancen mache ich den ganzen Selbstständigkeits-Start-Up-Kram?! Genau. ;) Für eine erwachsene Gründerin heißt es zwar, an solchen Tagen früher aufzustehen, aber okay, Deal taken.

Energieriegel für geschäftige Tage

Kribbelt es euch auch in den Beinen? Seid ihr bereits sportlich unterwegs, joggt am Morgen oder radelt in den Abend? Dann ist dieses Rezept für euch. Energieriegel sind enorm praktisch, da sie uns mit wenigen köstlichen Bissen mit einer Vielzahl von Nährstoffen versorgen. Deshalb kann ich sie auch auf längeren Reisen sehr empfehlen. Ihr spart euch mit nährstoffreichen Power-Riegeln schweres Essens-Gepäck und Geld!

 

Clif-Bar: Der Kult-Riegel aus den USA

In den USA sind Clif-Bars* Kult. Sagen zumindest Podcasts und die Verkaufszahlen, denn vor Ort war ich noch nie. Gründer Gary Erickson erzählt seine Geschichte etwa folgendermaßen: Er saß 1990 auf dem Fahrrad und biss mal wieder in einen dieser harten, trockenen Standard-Proteinriegel, die er so gar nicht mochte, aber auf längeren Touren dringend brauchte. Doch an diesem Tag hatte er genug und beschloss, die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Er stellte sich in seine Küche und machte bessere Riegel selbst. Der Rest ist Gründer-Geschichte und kann man sich toll hier anhören: How I Built This

Energieriegel selber machen

Mittlerweile gibt es von den Clif-Bars* unzählige Sorten und viele Konkurrenzprodukte. Energieriegel sind auch bei uns in Deutschland alles andere als eine Seltenheit mehr und ihr „Müsliriegel“-Image haben sie schon lange verloren. Auch, wenn ich hin und wieder gern einen kaufe, gibt es genug Gründe, Energieriegel selber zu machen:

  • Du sparst Verpackungsmüll.
  • Du sparst Geld.
  • Du bestimmst deine Zutaten selbst. Das heißt: Weniger Zucker, weniger Zutaten, mehr Geschmack!

Denn gerade Clif-Bars sind vollgepackt mit Zucker und Inhaltsstoffen, die ich nicht unbedingt in meinem Riegel brauche.  Das folgende Rezept kommt trotz weniger Zutaten dem Original extrem nah. Wir haben den Test gemacht und Freunde verkosten lassen: Die selbst gemachten Riegel wurden Testsieger.

Genau wie das “Original” lassen sich Dank der variablen Zutaten super viele Sorten kreieren. Ihr ersetzt immer das Nussmus und die “Zugabe”. Zum Beispiel so:

  • Crunchy Peanutbutter (mit stückigem Erdnussmus und Schokostückchen)
  • Aprikose-Vanille (schmeckt auch toll mit Sonnenblumenmus)
  • Knusprige Blaubeere (mit getrockneten Blaubeeren)
  • Blueberry Cheesecake (mit Blaubeeren und Zitronenschale)
  • Kokosnuss (mit Cashewmus und gerösteten Kokosraspeln)
  • Citrus (mit Mandelmus und Orangen- und Zitronenzeste)
  • Studentenfutter (mit Nussmix-Mus und Studentenfutter)

 

Nährwerte von Energieriegeln

Da das hier mehr oder weniger ein Sportriegel ist, habe ich mir diesmal sogar die Mühe gemacht, euch die Nährwerte auszurechnen. Normalerweise mache ich das bei meinen Rezepten nicht, da ich lieber die Freude am Essen und den Genuss in den Vordergrund stellen möchte. Doch hier macht es schon Sinn, mal zu schauen, wie viel Energie so ein Energieriegel wirklich gibt.

Die folgenden Berechnung beruht auf einer Rezeptur (s. unten) mit Sojaflocken, Mandelmus und 50 g + 25 g Mandeln. Aus einer Ladung schneide ich zwölf Riegel, die jeweils folgende Nährstoffe haben:

Energie: 183,5 kcal
Fett: 11,7 g
Kohlenhydrate: 14 g
Ballaststoffe: 3 g
Protein: 6 g

Wer es kohlenhydratreicher und proteinärmer möchte, verwendet statt Sojaflocken einfach Dinkelflakes!

Viel Spaß :)

Selbst gemachte "Clif-Bar"-Energieriegel

Selbst gemachte "Clif-Bar"-Energieriegel

Ingredients

  • 80g Datteln
  • 50g knusprige Dinkel-, Reis- oder Sojaflakes (letzteres für einen hohen Proteinanteil!)
  • 75g zarte Haferflocken
  • 2 EL Leinsamen
  • 25-50g geröstete Nüsse/Samen
  • 130g Nuss-/Saatenmus (Je nach Sorte: Erdnuss, Mandel, Sonnenblume, Cashew...)
  • 50g Honig
  • Salz
  • Vanille/Zimt
  • 50g sortenabhängige Komponente: getrocknete Aprikosen/Kirschen/Blaubeeren/Schokoladenstückchen/mehr Nüsse...

Instructions

  1. Prüft als erstes, wie weich eure Datteln sind. Kleben sie nicht ausreichend an den Fingern, weicht sie für etwa 10min in warmen Wasser ein.
  2. Mahlt die Leinsamen zu einem feinen Mehl.
  3. Alle trockenen Zutaten zusammen in eine Schüssel geben.
  4. Die Datteln fein pürieren und den Honig eventuell etwas erwärmen, damit er flüssig ist. Beides zusammen mit dem Nussmus zu den trockenen Zutaten geben.
  5. Alles einmal gut durchkneten, abschmecken und auf ein Backblech geben. Die Masse so zusammenschieben, das ein kompaktes Viereck entsteht. Etwas trocknen lassen, dann schneiden.
  6. Die Riegel halten sich für 3 Wochen im Kühlschrank oder für mind. 3 Monate im Tiefkühler.
https://emiliestreats.de/energieriegel-ohne-backen-aka-clif-bars-selber-machen/

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4 comments

Laura March 18, 2019 - 23:03

Hallo Emilie, wir haben gerade deine Clif Bars ausprobiert… Sie sind wirklich super lecker (ein kleines bisschen ist beim Schneiden abgebrochen?).
Ich bin sehr gespannt wie lange sie halten werden- wahrscheinlich eher keine 3 Wochen. Ich finde ja dass sie sich auch super für stillende Mamas mit wenig Zeit und viel ‘Rumrennerei’ eignen ?
Wirklich sehr günstig in der Produktion (keine 0,50€/ Stück trotz Bio- Zutaten). Und das Wichtigste: sie schmecken mir bisher von allen selbstgemachten Riegeln am besten – also vielen Dank dafür ??

Reply
Emilie March 19, 2019 - 09:04

Hallo liebe Laura!
Was für ein tolles Feedback, ich danke dir! Richtig gut, dass du nochmal die Kosten berechnet hast… Wirklich spannend, das nochmal schwarz auf weiß zu vergleichen.
Wenn die Riegel etwas zu fest werden, kann es an der Qualität des Nussmus liegen: Meins war sehr flüssig, es gibt aber auch festere Varianten! Dann einfach etwas mehr Mus oder Honig nehmen. Etwas Wasser tut es zur Not auch, aber dabei wäre ich vorsichtig: Bei zu viel Wasser löst sich der Crunch auf! :)
Meine beste Freundin ist auch Mama… Ich werde ihr die Riegel gleich mal empfehlen. Danke!
Alles Liebe für dich,
Emilie

Reply
Lisa May 6, 2019 - 07:38

Hi Emilie, das Rezept klingt super! Ich war erst in den USA und ziemlich süchtig nach Cliff bars, weil sie mich oft durch den Tag gebracht haben wenn ich auf dem Campus oder in derStadt war. Sie gaben mir das Gefühl trotz der Zuckermenge noch am ehesten „was gscheids“ zu essen.
Da die Riegel hier allerdings ja sakrisch teuer sind und ohnehin zu viel Zucker enthalten, ist Selbermachen eine klasse Idee und ich freu mich auf dein Rezept! Mein Favorit in den USA war die Sorte Chia-Cranberry, das werd ich mal probieren nachzumachen ?

Nun aber eine Frage: Da ich öfter mal für mehrere Wochen am Reisen bin und dort auch keinerlei Kühlung habe würde ich gerne Riegel machen, die auch ungekühlt mehrere Wochen haltbar sind. Hast du eine Idee, wie man das allgemein machen kann? Und im speziellen mit deinen bars?

Danke schonmal,

Lisa

Reply
Emilie May 6, 2019 - 08:04

Hi Lisa!
An sich halten sich auch die Cliff-Bars nach meinem Rezept auch ungekühlt für mehrere Tage. Ist ja nichts dran, was sonst gekühlt werden muss. :) Allerdings haben sie eine festere und damit praktischere Konsistenz, wenn sie gekühlt gelagert werden. Sonst kann es (gerade im Sommer) passieren, dass dir das Nussmus wegschmilzt.
Wenn du nach wirklich stabilen Riegeln suchst, solltest du welche backen!
Viele Grüße und viel Spaß beim Ausprobieren,
Emilie

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