Arsen in Reis: Leider normal und manchmal gefährlich

by Emilie
Arsen in Reis: Leider normal und manchmal gefährlich

Reis ist oft Arsen-belasted. Das ist vollkommen normal, denn Arsen ist ein natürlich im Boden vorkommendes Gift und somit in vielen Lebensmitteln in Spuren enthalten. In geringen Mengen kann unser Körper gut damit umgehen und scheidet überflüssige Verbindungen über die Nieren aus. Nur wer besonders viel Arsen aufnimmt, erhöht das Risiko, an Krebs zu erkranken oder kann eine akute Arsenvergiftung erleiden (das ist allerdings hier sehr selten). Doch was heißt “besonders viel”?

So viel Arsen im Reis ist erlaubt

Seit 2016 gibt es in der EU Grenzwerte für den Arsengehalt in Lebensmitteln. Je nach Produkt dürfen 0.1 bis 0,25 Milligramm Arsen pro  Kilo Produkt nicht überschritten werden. Interessanterweise liegen diese Grenzwerte immer noch höher als das, was das ToxikologInnen eigentlich gefordert hatten: Denn ansonsten wäre so gut wie kein Reis mehr verkehrsfähig gewesen, da jeder Reis (auch nach aktuellen Untersuchungen) mit Arsen belastet ist. Vor allem der eigentlich so gesunde Vollkorn- oder Naturreis (viele Ballaststoffe!) hat die höchsten Belastungswerte. Das liegt daran, dass sich Arsen auch in der Schale sammelt. Am wenigsten vom toxischen Halbmetall lässt sich in Basmatireis finden, da die Basmati-Anbaugebiete vermutlich am wenigsten belastet sind.

Achtung: Viele vermeintlich gesunde Kindersnacks sind auf der Basis von Reis hergestellt! Doch gerade Babys und Kleinkinder können mir Arsen nicht gut umgehen. Dieser Artikel fasst das Problem gut zusammen. Die Grenzwerte liegen bei Babynahrung zwar am niedrigsten (0.1mmg Arsen/kg), werden aber nicht immer eingehalten. Reisprodukte den Kleinen also lieber sparsam geben.

Ab wann wird Reiskonsum gefährlich?

Bei aller Sorge um hohe Belastungswerte ist es trotzdem nicht gefährlich, Reis in Maßen zu genießen. Auch, wenn der Grenzwert einmal überschritten werden sollte (was trotz strenger Kontrollen immer wieder vorkommt), kann unser Körper mit einer einmalig höheren Dosis Arsen gut umgehen. Aufpassen sollten Risikogruppen, wie chronisch kranke Mengen und auf jeden Fall Eltern mit Babys und Kleinkindern. Bei einer längeren hohen Arsenaufnahme steigt das Krebsrisiko,

Die Lösung: Ab und an Reis ersetzen

Es schadet aufgrund dieser Problematik nicht, die Reisbeilage immer mal durch alternative Getreidesorten zu ersetzen.

Hier gibt es viele Möglichkeiten: Hirse, Quinoa, Weizen- oder Dinkelkerne, Kartoffeln oder Hülsenfrüchte schmecken super gut als Sättigungsgrundlage. Was sich auch fantastisch als Reisersatz eignet, ist Hafer. Hier habe ich z.B. ein klassisches indisches Reisgericht mit Hafergrütze gekocht.

Arsen im Reis reduzieren: So geht’s

Für alle Reisliebhaber gibt es außerdem noch einige Tippe, mit denen sich der Gehalt an Arsen im Reis senken lässt:

Das Gift lässt sich aus dem Reis auskochen. Es ist also günstiger, Reis wie Kartoffeln in einer großen Menge Wasser zu kochen und das Kochwasser wegzuschütten. Auch das Abwaschen vor dem Kochen kann helfen, Gifte, die sich auf der Oberfläche abgesetzt haben, wegzuspülen.

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