Was hat das Ei wirklich unter der Schale? Der 10-Fakten-Check!

by Emilie
Was hat das Ei wirklich unter der Schale? Der 10-Fakten-Check!

In einem meiner  vorausgegangen Beiträge erklärte ich euch, warum wir uns über Cholesterin weniger Sorgen machen müssen, als früher einmal angenommen.

Passend dazu folgen hier nun 10 Fakten, warum wir uns vor Eiern nicht nur fürchten brauchen, sondern sie gut und gerne auch öfter auf unseren Speiseplan setzen können!

 

Das kann das Ei:

  1. Eier zählen zu einem der nährstoffreichsten Lebensmittel überhaupt! Das verwundert nicht, wenn man sich vor Augen führt, dass Muttermilch und Ei in der Natur einen ähnlichen Job erfüllen. Für die Entwicklung von neuem Leben ist eine Hülle und Fülle von Nährstoffen essentiell.
  1. Ein Ei enthält alle essentiellen Aminosäuren verpackt in etwa 6g Protein. Das macht das Hühnerei zu DER Bezugsgröße, wenn es um Proteinqualität geht. Die biologische Wertigkeit eines Hühnereis liegt bei 100 – bei keinem anderen Nahrungsmittel scheint unser Körper die Nahrungsproteine so gut in körpereigene Proteine umsetzen zu können wie beim Ei.
  1. In Eiern steckt Vitamin D! Und das ist etwas Besonderes, da der semiessentielle Nährstoff sehr, sehr selten in der Natur vorkommt. Im Eigelb steckt immerhin ein wenig davon!
  1. Vitaminbombe! Vitamin A, E, beta-Carotin (deshalb die gelb-orangene Farbe des Eidotters!), Niacon, Vitamin B12…. Das einzige Vitamin, das in Eiern wirklich überhaupt nicht vorkommt, ist Vitamin C! Ansonsten steckt eine Menge drin.
  1. Eiern können glücklich machen. Einerseits durch das Tryptophan, das als Vorstufe von Serotonin stimmungsaufhellende Effekte haben kann. Andererseits beinhalten Eier eine gute Menge an Cholin. Cholin ist einerseits wichtig für unsere Gedächtnisleistung*, kann aber außerdem zu Betain oxidiert werden. Betain wiederrum überträgt Methylgruppen und hilft somit, Hormone wie Serotonin und Dopamin herzustellen. *
  1. Eier enthalten nicht nur Cholesterin und ungesättige Fettsäuren, sondern auch wichtige Omega-3-Fettsäuren. Den Gehalt von EPA (Eicosapentaensäure) und DHA (Docosahexaensäure) kann durch die Futtermittelqualität gesteigert werden. Besonders viele Omega-3-Fettsäuren kommen vor allem in glücklich gelegten Eiern vor!

Es ist bewiesen, dass die Haltungsbedingungen und die Futterqualität die Qualität des Eis maßgeblich beeinflussen! Nicht nur mehr Omega-3-Fettsäuren finden sich in Wald und Wiesen-Eiern, sondern auch einiges mehr an den genannten Vitaminen. Außerdem verschieben sich die Fettsäureverhältnisse zwischen den FS Omega 3, 6 und 9 ungünstiger, je unwürdiger ein Huhn sein Ei zu legen hatte. Es lohnt sich also mehrfach, in bio oder wenigstens Freilandhaltungseier zu investieren!

  1. Mineralstoffbombe! Und auch von denen gibt es im Ei nicht zu knapp. Selen, Kalium, Natrium, Magnesium, Calcium, Eisen, Jod…. Die Liste ist lang.
  2. Eier haben keinen so großen Einfluss auf den Cholesteringehalt in unserem Blut wie lange angenommen! Warum, wieso, welche Studie das belegt lest ihr am besten in meinem Cholesterinartikel nach.
  3. Lutein und Zeaxanthin sind zwei wichtige Carotinoide, die unter anderem auch in Eiern vorkommen und unseren Augen helfen können, länger scharf zu sehen.** Die beiden Verbindungen kommen in unserer Netzhaut vor und haben antioxidative Eigenschaften. Somit schützen sie unsere Retina vor Angriffen von freien Radikalen. In weit größere Menge finden wir Lutein und Zeaxanthin allerdings in Gemüse wie Grünkohl oder Mais.
  4. Eier können beim Abnehmen helfen. Die sehr zufriedenstellende Wirkung eines Eis am Tag ist auf den hohen Proteingehalt zurückzuführen. In Studien kam heraus, dass die Probanden mit einem Ei am Tag insgesamt weniger Kilokalorien aufnahmen als ohne.*** Allerdings ist meine Meinung dazu, dass zum Abnehmen noch einiges mehr gehört und ein Ei bzw. eine proteinreiche Diät nicht für jeden Menschen sinnvoll sein muss.

Nährstoffübersicht Eier

Ein Ei enthält NOCH VIEL MEHR! Eine genaue Übersicht über den Nährstoffgehalt von Eiern seht ihr hier:

 

Nährstoffe Ei (Quelle: wikipedia)

Was hat das Ei wirklich unter der Schale? Der 10 Fakten Check!

Zwei Hinweise zum Schluss:

Vor allem Stoffe wie Cholin vertragen keine Hitze! Da es vor allem im Eigelb vorkommt, lohnt es sich, hin und wieder einmal ein weichgekochtes oder ein Spiegelei zu genießen! Trockenes, völlig verstocktes Rührei kann nicht nur so lala schmecken, sondern ist auch nicht mehr ganz so gesund.

Im Eigelb stecken mehr Proteine als im Eiweiß! Zwar ist das Eiweiß fettarmer, doch das ist noch lange kein Grund, Eigelb auszusortieren. Daher mein Appell an alle Pumper und Fitnessmenschen dort draußen: Lasst die Eiweißmischungen im Supermarkt stehen und esst das Gelbe vom Ei mit! Ist nicht nur nachhaltiger, tut euch auch gut!

 

 

Zum Informieren und Nachlesen:
 http://www.eufic.org/article/de/artid/Eier-nahrhaft-sicher/
 *Cholin: http://dgk.de/gesundheit/mikronaehrstoffebiosubstanzen/lexikon/weitere-biosubstanzen/cholin-und-phosphatidylcholin-lecithin.html
 Biochemie des Menschen: das Lehrbuch für das Medizinstudium von Florian Horn
 Lecithin: https://www.ugb.de/lecithin-nerven-gehirn/
 **Lutein und Zeaxanthin: http://www.pro-retina.de/forschungsfoerderung/wissenschaftliche-beratungsgremien/empfehlungen/lutein-und-zeaxanthin
 ***Eier und Abnehmen: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2755181/

 

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