Warum ich verarbeitete Lebensmittel esse und dabei kein schlechtes Gewissen habe

by Emilie
Warum ich verarbeitete Lebensmittel esse und dabei kein schlechtes Gewissen habe

Die Regeln für eine gesunde Ernährung sind klar. Sie werden oft wiederholt, kommen in letzter Zeit vermehrt zur Sprache und wachsen zur Alltagsphilosophie vieler Blogger und Foodies heran (ja, auch bei mir erkenne ich manchmal solche Züge …).

Doch eines lese ich, vor allem auf Blogs und in neusten Kochbüchern, immer wieder. Und ich befolge es nicht. Und ihr sicher auch nicht. Doch das ist überhaupt nicht schlimm.

Ich esse verarbeitete Lebensmittel!

Wie lange bräuchte ich für ein Pastagericht ohne (Vollkorn!-)Nudeln aus der Tüte, was wäre ein schnelles Chilli ohne die Bohnen aus der Dose und wo käme ich hin, wenn ich mein Lieblingssauerteigbrot nicht vom Bäcker kaufen könnte?

Verarbeitete Lebensmittel wurden nicht ohne Grund erfunden. Sie sind convenient, preisgünstig und schnell zu haben. So sehr ich es auch liebe, trockenen Bohnen beim Quellen zuzusehen und auch wenn ich mir meine Nussbutter immer selbst zubereite: Alles geht einfach nicht. Wir werden auch mal hier und da abspringen müssen von dem Zug „Meine Diät besteht nur aus nicht verarbeiteten Lebensmitteln“.

Ich halte es deshalb folgendermaßen:

  1. Ich hole mir die allermeisten Nährstoffe und Kalorien aus ganzem, völlig naturbelassenem Essen. Gemüse, Obst, Nüsse, ganze Getreidekörner, Eier, Fisch, hier und da ein Steak…
  2. Ich kaufe voller Elan und Freude leicht verarbeitete Lebensmittel. Mehl, zerkleinerte Haferflocken, geröstete Nüsse, getrockneter Tee, gemahlene Gewürze, aber auch Käse, Joghurt…
  3. Ich gönne mir ab und an sehr stark veränderte Lebensmittel. Fertiges Brot, Schokolade, Cracker, Eis…

 

Und ihr so? :)

Assembly of healthy food

 

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4 comments

Frl.Moonstruck September 21, 2015 - 16:44

Volle Zustimmung für diesen Beitrag! :) Ganz genau so läuft es hier auch. Auch landet tatsächlich ab und an eine Bio-Tomatensoße oder Bio-TK-Pizza im Einkaufskorb für den Lieblingsmann. Wenn ich nicht da bin, isst er halt auch mal sowas, weil er für sich nach der Arbeit nicht gern noch groß aufkocht, sondern Hunger hat und es schnell gehen muss. Und ganz ehrlich: Er lebt immer noch und scheint auch ganz gesund zu sein. :D
LG, Ramona

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Emilie September 21, 2015 - 18:00

Ist ja auch überhaupt nicht wild! Dafür sind wir nunmal Konsumenten – so lange wir im Supermarkt trotzdem noch ein Zeichen setzen, indem wir Bio kaufen, ist doch alles gut. :)
Danke für den Kommentar! Grüße zurück, Emilie :)

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Natalie January 11, 2017 - 14:59

Wie schön, so etwas mal zu lesen, wo alle die verarbeiteten Lebensmittel so verteufeln…
Ich hatte ein Aha-Erlebnis bei eingekochter Roter Beete. Ich wollte das eigentlich selbst machen, also Rote Beete auf dem Markt kaufen, kochen, schälen samt Sauerei, verkleinern und einmachen.
Und habe dann realisiert, dass ein Glas fertig eingekochte Rote Beete gerade mal 1 – 2 Euro kostet. Der Aufwand lohnt sich manchmal eben einfach nicht…
Ein großes Lob für deinen tollen Blog! Ich bin über Pinterest darauf gestoßen und werde heute Abend die Grünkohl-Süßkartoffel-Pfanne ausprobieren. Leider mit TK-Grünkohl, ich habe keinen frischen mehr bekommen. :( Hast du das schon mal versucht? Ich hoffe sehr, dass die TK gelingt und fast genau so gut schmeckt. :)
Liebe Grüße, Natalie

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Emilie January 11, 2017 - 17:03

Richtig! Manchmal lohnt sich der Aufwand nicht, an anderen Tagen entscheidet man sich bewusst für die Mehrarbeit, weil man eben Lust drauf hat. Aber ist es nicht gerade schön, dass wir auch auf Hilfestellungen der Industrie zurückgreifen können? :)
Toll, dass du meinen Blog gefunden hast! Willkommen! :D
TK-Grünkohl habe ich noch nie ausprobiert…Ich drücke dir die Daumen, dass er schmeckt! Er wird wahrscheinlich etwas matschiger sein, eher wie TK-Spinat…?
Liebe Grüße zurück,
Emilie

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