Vollkornfladen mit grünem Spargel, Kirschtomaten und Rucola-Walnusspesto

by Emilie
Vollkornfladen mit grünem Spargel, Kirschtomaten und Rucola-Walnusspesto

Spargelfladen mit Walnusspesto

Alle guten Dinge sind drei – zumindest sagt man das so. Aus diesem Grund gibt es zum Ende der diesjährigen Spargelsaison (am 24. Juni ist offiziell letzter Erntetag) mein vorerst letztes Spargelrezept für euch.

Der Spargel kommt diesmal auf einen Fladen. Für alle Veganer habe ich über Schmandaufstrich und Käse hinausgedacht und präsentiere euch hiermit einen saftigen Fladen ganz ohne tierische Produkte. So können (fast) alle mitessen!

Die Schwierigkeit, eine vegane Pizza bzw. einen veganen Fladen zu backen, bestand für mich darin, dass ich kein Pflanzenöl für meinen Pestobelag im Haus hatte, dass auch bei hohen Backtemperaturen stabil bleibt. Olivenöl, Walnussöl, Kürbiskernöl – all diese Fette bilden aufgrund ihres Gehalts an ungesättigten Fettsäuren bei hohen Temperaturen schnell freie Radikale, die in unserem Körper gesundheitsschädigende Kettenreaktionen nach sich ziehen. Vor allem unsere Zellen werden von den entstehenden Verbindungen angegriffen.

Deshalb koche ich meist mit Butter (bei Temperaturen bis max. 170°C) oder bei höheren Temperaturen mit Schmalz, Ghee (geklärte Butter) und kaltgepresstem Kokosöl.

Kokosöl passte zu meinem geplanten Walnusspesto aber geschmacklich nicht besonders, sodass ich eine eher unkonventionelle Art der Zubereitung wählte. Walnussöl raucht bei 160°C, doch diesen Punkt sollte man besser nie erreichen.

Ich habe also den Teig mit Kokosöl und dem Spargel bei 175°C durchgebacken, dann den Backofen auf 130°C heruntergestellt und das Pesto nachträglich mit den Spargelaromen durchziehen lassen.

Spargelfladen mit Rucola-Walnuss-Pesto

 

Wenn man dann vor dem Servieren die Pizza mit einem ordentlichen Schwung zusätzlichem Walnussöl abrundet, schmeckt das Ganze kein bisschen trocken und wunderbar aromatisch.

Das Pesto bekommt seinen herben Geschmack durch den Rucolasalat und Hefeflocken. Als Kontrast zu dem milden Spargel und den frischen Tomaten kann das Pesto mit Käse sehr gut in Konkurrenz treten. Ich mixe mir gerne auch die doppelte Menge zusammen und streiche mir das Pesto am nächsten Tag (allerdings am liebsten mit Käse…) auf eine schöne Scheibe Vollkornbrot – lecker!

Veganes Walnuss-Rucola-Pesto

 

Der Boden ist ein stabiler Fladenboden und kommt einem flachen Hefebrot nahe. Ich mag diese Art von „Pizza“ sehr gerne, da sie vor allem bei Gemüse nicht durchsuppt, eine schöne Kombination von „Crunch“ und wohligem Teiggefühl mitbringt und sehr sättigend ist.

 

Alle wichtigen Informationen über den Spargel habe ich für euch hier und hier zusammengeschrieben, für das letzte Spargelgericht dieser Saison bleiben nur noch ein paar wissenswerte Fun-Facts übrig:

– Frischen Spargel erkennt man an dem quietschenden Geräusch, wenn man zwei Stangen aneinander reibt und daran, dass sich die Stangen leicht brechen lassen.

– Das gemeine Spargelhähnchen ist kein Gericht, sondern ein Käfer, der an Spargelpflanzen lebt und sich von deren Blättern und dem Spross ernährt. Vor allem Jungpflanzen haben unter ihm zu leiden.

– Der 24. Juni ist der Johannistag und läutet das Ende der Spargelsaison ein. Aber nicht nur der Spargel wird an diesem Tag zuletzt gestochen, auch Rhabarber ernten Bauern ab Ende Juni traditionell nicht mehr. Der Grund: Gegen Ende Juni steigt der Oxalsäuregehalt im Rhabarber an und wird deswegen weniger genießbar.

– Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Spargelsorten und es kommen durch die Züchtung immer mehr dazu. Je nachdem, in welcher Region man is(s)t, zählen andere Spargelmerkmale als erstrebenswert und werden gezielt herausgezüchtet. Verändert werden kann die Empfindlichkeit gegenüber Sonnenlicht (früheres Färben der Stangen), die Dicke, die Wachstumshöhe bis zum holzig werden, unterschiedliche Bodentoleranz, Ertrag, Resistenzen gegen Blattkrankheiten und und und.

– In Frankreich gelten violette Spargelköpfe als Delikatesse, so dass man dort den weißen Spargel leicht aus dem Boden herauswachsen lässt, sodass sich die Enden durch das Sonnenlicht lila färben. Erst dann werden sie gestochen.

– Violetter Spargel ist nicht ungesund, im Gegenteil. Durch das Sonnenlicht bildet der Spargel mehr Vitamine aus, sowie sekundäre Pflanzenstoffe. Ein Beispiel sind die Anthocyan, die eine stark antioxidative Wirkung haben und sich z.B. auch im Traubensaft finden lassen.

Spargelfladen mit Walnusspesto

Vollkornfladen mit grünem Spargel

Serving Size: 2 Portionen

Vollkornfladen mit grünem Spargel

Ingredients

    Für den Boden
  • 150g Dinkelvollkornmehl
  • 60g helles Dinkelmehl
  • 1 TL Hefe, trocken
  • Prise Salz
  • 1,5 EL Kokosöl
    Für das Pesto
  • diese Menge ist genug, um das Pesto am nächsten Tag als Brotbelag zu verwenden. Wer das nicht möchte, halbiert die Zutatenangaben.
  • 100g Rucola
  • 50g Walnüsse
  • 1/2 Tasse Walnussöl
  • 1 EL Hefeflocken
  • 3-4 kleine Knoblauchzehen
  • außerdem:
  • 400g grüner Spargel, gewaschen
  • 6 Kirschtomaten, halbiert
  • Walnussöl

Instructions

  1. Für den Boden die Trockenhefe in 1/2 Tasse lauwarmen Wasser auflösen. Mit den trockenen Zutaten verkneten und Teig 1-2 Stunden gehen lassen.
  2. Für das Pesto alle Zutaten pürieren - Stückchen sind erlaubt, sie geben dem Pesto eine interessantere Textur.
  3. Den Teig ausrollen und mit den gewaschenen Spargelstangen und den halbierten Kirschtomaten belegen. Bei 175°C im Ofen etwa 15 Minuten durchbacken, dann den Ofen auf 130°C herunterschalten.
  4. Den Fladen kurz aus dem Ofen nehmen und das Pesto in Klecksen darauf verteilen.
  5. Nochmals etwa 5 Minuten ziehen lassen.
  6. Vor dem Servieren einen ordentlichen Schwung Walnussöl über den Fladen geben.
http://emiliestreats.de/vollkornfladen-mit-grunem-spargel-kirschtomaten-und-rucola-walnusspesto/

 

 

Quelle: http://www.spargel.net/wissenswertes/unterschied-zwischen-weissem-und-gruenem-spargel/

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