Trend Intervallfasten: Haben wir eine neue Wunderdiät?

by Emilie
Intervallfasten

 Seit ein paar Monaten esse ich unter der Woche kein Frühstück mehr. Dafür gibt es einen liebevoll aufgebrühten Kaffee und um 12 Uhr Mittagessen im Büro. Wenn ich pünktlich Abendbrot esse, mache ich das, was gerade voll im Trend liegt: Intervall- oder intermittierendes Fasten. Eine kurze, wissenschaftlich fundierte, Einschätzung dazu habe ich euch heute zusammengefasst.

 

Was genau ist Intervallfasten?

 Du fastest im Intervall, wenn

  • du 14 oder 16 Stunden (je nachdem, wie hardcore du sein möchtest ;) ) am Stück nichts isst, sondern stattdessen z.B. am Abend ein Buch liest und entspannst (2-3 Stunden), schläfst (6-8 Stunden), zur Arbeit oder Uni fährst (1 Stunde) und schonmal deine ersten To-Dos abarbeitest (Mails checken, erste Vorlesung, 2 Stunden). Das klingt wahrscheinlich erstmal für die absoluten Frühstücks-Liebhaber hart (zu denen ich mich übrigens auch zähle). Doch wer sich einmal an den Rhythmus gewöhnt hat, denkt gar nicht mehr weiter darüber nach.
  • du an zwei nicht aufeinander folgenden Tagen in der Woche oder auch alle zwei Tage nichts oder nur sehr wenig (bis 500kcal) isst. (Aua.)

Haben wir eine neue Wunderdiät?

Was bringt mir Intervallfasten?

Intervallfasten soll, wie jede Trend-Diät eben, alles besser machen. Kleine Studien sprechen von:

  • Reduzierung des Körperfetts und –gewichts
  • Senkung des Blutzuckerspiegels
  • Senkung des Cholesterinspiegels
  • Senkung von Bio-Markern (bestimmten Stoffen), die auf Entzündungsreaktionen hindeuten (die z.B. verstopfte Herzgefäße fördern können)
  • Senkung des Hungergefühls im Allgemeinen

Wer sich ein bisschen mit einschlägigen Trend-Diäten auskennt, wird wissen, dass ungefähr das bei fast allen neuen Ernährungsmodellen „versprochen“ wird. Und das nicht ohne Grund:

 

Intervallfasten ist genauso effektiv wie klassische Diäten/Reduktionskost

Egal ob FDH, Kalorienzählen oder andere Diäten, die zum Ziel haben, weniger zu essen: All diese Ernährungsformen sind gleichermaßen effektive Methoden, um gesünder zu leben.

Denn das, was unseren Körper am meisten aus dem Gleichgewicht bringt, ist eine ständige Überversorgung mit Nährstoffen. Es entsteht ein Dauerreiz; Die Hormonspiegel bleiben hoch, da wir eigentlich dauerhaft verdauen. Unser körpereigenes Hunger-Regulierungssystem tritt zu wenig in Aktion, Reservesysteme werden nicht benötigt. Ergebnisse sind: Übergewicht und damit assoziierte Ernährungskrankheiten. Was hilft, ist, öfter mal auf die Pause-Taste zu drücken.

Haben wir eine neue Wunderdiät?

Für wen ist Fasten geeignet?

Grundsätzlich sollte jeder eine Runde warten, bis der Hunger kommt und dann ausgewogen essen. Das ist nichts Neues und eigentlich auch schon die ganze Magie hinter dem Fasten-Trend: Wir bekommen endlich mal wieder das Gefühl, leer zu sein und genüsslich unsere Speicher auffüllen zu können.

Wie wir den Hungerzustand/das weniger essen am liebsten erreichen, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Es scheint auf jeden Fall vielen einfacher zu fallen, eine ganze Mahlzeit wegzulassen als ständig auf den Teller und die Mengen zu schauen.

Ich sag’s ganz ehrlich: Angefangen habe ich mit dem Frühstücksverzicht, weil ich zu den typischen Büro-Mittagszeiten einfach noch keinen Hunger hatte. Im Studium aß ich mein Frühstück meist spät, mein Mittag erst, wenn sich der Hunger meldete, denn ich hatte mehr Freiheiten. Heute esse ich mit meinen Teamkollegen zusammen und genieße die gemeinsame Pause. Für klassische Büro-Tiere ist Fasten also eine tolle Lösung! Alle anderen können Fasten natürlich auch gern mal ausprobieren. Schaden kann’s nicht!

 

 

 

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