10 Gründe, warum Teff das nächste Supergetreide 2016 ist!

by Emilie
10 Gründe, warum Teff das nächste Supergetreide 2016 ist!

 Wie immer sind wir hier in Deutschland etwas spät dran. Schlagzeilen wie „Teff is the new Quinoa“  oder „Will Teff be the next super grain?“ waren schon Anfang letzten Jahres in den englischsprachigen Ländern zu lesen. Nachdem nun auch große Stars das Superkorn bewerben, wird es endlich Zeit, mal einen genaueren Blick auf Teff zu werfen…

Glutenfreies Mehl mit grandiosen Backeigenschaften

1. Das Mehl der Zwerghirse ist glutenfrei und macht somit das Leben vieler Menschen mit Zölliakie oder Glutensensivität einfacher.

Auch wenn Gluten von den meisten Menschen gut vertragen wird, versuchen viele Foodies und Gesundheitsbewusste, auf das Klebeeiweiß zu verzichten. Vielen geht es mit weniger Gluten einfach besser.

2. Kein Klebeeiweiß, aber trotzdem klasse Backverhalten! Teffmehl schafft, was andere glutenfreie Mehle nur in cleverer Kombination miteinander hinbekommen. Im Gegensatz zu vielen anderen glutenfreien Mehlen bindet Teff Wasser gut. Der Teig bleibt länger weich und saftig.

3. Gebäck mit Teff wird kompakt und super aromatisch. Wer Buchweizenmehl zu stark findet (mein Freund *hust*), hat mit Teff seinen neuen besten Freund gefunden. Es ist wesentlich milder und gibt dem Gebäck eine leicht süßliche Note.

4. Teffkörner werden aufgrund ihrer Größe nicht geschält. Zum Glück, denn so landet im Teffmehl immer das volle Korn und es ist somit ein glutenfreies Vollkorngetreide.

 

Kleines Nährstoffwunder

5. Teff ist eine der nährstoffreichsten Getreidesorten überhaupt. Besonders herausragend ist der Anteil an hochwertigen Fettsäuren, was die kleinen Körner auch relativ kalorienreich macht.

Zweites großes Plus: Der hohe Eisenanteil. Vor allem Menschen, die wenig oder kein Fleisch essen, haben mit Teff eine köstliche Eisenquelle gefunden.

6. Auch der Calciumgehalt von Teff kann sich sehen lassen! 100g Teff enthält fast doppelt so viel Calcium wie die gleiche Menge Spinat. Wenn das nicht ‘ne Glanzleistung ist!

7. Teff enthält ein sehr schön ausgeglichenes Aminosäuremuster. Mit allen 8 essentiellen Aminosäuren und einer guten Auswahl an nicht-essentiellen Aminosäuren wird seine biologische Wertigkeit mit 55 bewertet.

8. Im Vergleich zu anderen Getreidesorten enthalten die Teffkörner weniger antinutritive Substanzen, die die Aufnahme von Mineralstoffen schwächen. Es spricht also nichts gegen eine Vermahlung des vollen Korns und einen unbeschwerten Genuss.

 

Macht satt und stabilisiert den Blutzucker!

9. Acht Gramm Ballaststoffe kommen auf 100 Gramm Teffmehl. Das allein ist bei Vollkorngetreide nichts Ungewöhnliches. Doch der hohe Ballaststoffgehalt und der niedrigere Glykämische Index zusammen machen Teff zu einem absoluten Sattmacher. Zwei kleine Scheiben von dem leckeren Brot (LINK) und ich bin pappsatt. Netter Nebeneffekt: Der hohe Anteil an Ballaststoffen regt unseren Darm zum Tänzchen an, sodass der Gang zur nächsten Toilette nicht mehr lange dauert. ;)

10. Teff ist – wie jedes Getreide – reich an Kohlenhydraten. 20-40% der Kohlenhydrate in Teff zählt man aber zu der Gruppe der resistenten Stärke, die in unserem Dünndarm nicht abgebaut werden kann. Resistente Stärke ist somit ein Ballaststoff. Da Ballaststoffe nicht zu Glucose abgebaut werden können, haben sie keinen großen Effekt auf den Blutzuckerspiegel und können helfen, ihn zu stabilisieren.
In Versuchsreihen an Tieren konnten positive Effekte wie z.B. das Absenken der Blutfettwerte oder die verbesserte Aufnahme von Mineralstoffen im Dickdarm festgestellt werden. Allerdings nahmen die Tiere weit mehr resistenter Stärke auf als das für uns in einer normalen Diät machbar wäre, da große Mengen an resistenter Stärke von uns Menschen nicht vertragen wird (Folgen sind: Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall). Es ist also zweifelhaft, ob diese Effekte 1:1 auf den Menschen übertragbar sind!

 

Traditionsreiches Kraftfutter

Teff kommt ursprünglich aus Äthiopien. Da es aber unter verschiedensten Bedingungen gut gedeiht, wird es mittlerweile schon in Australien, Indien, den USA und den Niederlanden angebaut. Für Äthiopien selber ist Teff ein wichtiges Grundnahrungsmittel und ein wichtiger Wirtschaftszweig.

Warum die Äthiopische Regierung den Export von Teff stark beschränkt hat und welche Folgen ein „in Trend kommen“ von traditionell in Entwicklungsländern angebauten Lebensmitteln haben kann, könnt ihr in diesem Artikel nachlesen.

Ihr könnt bis zu ein Drittel eures (glutenhaltigen) Mehles recht unproblematisch mit Teffmehl ersetzen, um einen besonderen Geschmack und weitere Nährstoffkomponenten ins Spiel zu bringen.

Ein Rezept für ein komplett glutenfreies und veganes Brot findet ihr hier .

Veganes Teffbrot mit Banane und Curry (glutenfrei)

 

 

Zum Informieren und Nachlesen:

Komplette Nährstoffübersicht Teff: http://foodspy.de/kalorien/teff-zwerghirse-gekocht/
Mehr über resistente Stärke: https://www.ugb.de/ernaehrungsplan-praevention/resistente-staerke-ein-ballaststoff-kommt-in-mode/?resistente-staerke-ballaststoffe

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2 comments

Sandra March 16, 2016 - 19:46

Das klingt super. Teffbrot möchte ich unbedingt in meine Rezeptsammlung aufnehmen. wo kaufst du Teffmehl?
Sandra

Reply
Emilie March 17, 2016 - 21:42

Hey Sandra! :) Teffmehl kaufe ich im Bioladen. Gibt es aber auch im Internet zu bestellen, ist im Beitrag verlinkt. Liebe Grüße!

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