{Selbstversorger-Balkon Teil 1} Welche Pflanzen sind für meinen Balkon geeignet?

by Emilie
{Selbstversorger-Balkon Teil 1} Welche Pflanzen sind für meinen Balkon geeignet?

Obst und Gemüse anbauen trotz Platzproblem? Das ist möglich, egal ob auf dem Fensterbrett oder im Balkonkasten. Ich konzentriere mich vor allem auf den Anbau auf dem Balkon und zeige euch in meinem How-To-Plan für Anfänger, wie ihr euch eure eigene essbare Oase einrichtet!

 

Obst- und Gemüseanbau auf dem Balkon – es wird höchste Zeit zu planen! 

Wer seinen Traum von der ersten eigenen Ernte wahr machen möchte, sollte schon jetzt beginnen, sich die ersten Gedanken zu machen. Denn wer zu spät mit der Planung anfängt, kann auf die Nase fallen – ich spreche aus Erfahrung! ;) Also legen wir gleich los: Im ersten Teil 1 meiner Balkon-Serie suchen wir uns die geeigneten Pflanzen aus.

 

Welche Pflanzen eignen sich für meinen Balkon?

Der Platz ist begrenzt, die Auswahl groß. Wie soll man sich da bloß entscheiden? Bevor ihr viel Geld in Saatgut und/oder Gefäße steckt, helfen euch diese drei Fragen beim Eingrenzen eurer Möglichkeiten:

 

  1. Wie viel Licht bekommt mein Balkon?

Wer mit einem sonnigen Balkon gesegnet ist, kann von Glück reden: Hier lässt sich so gut wie alles anbauen! Denn eventuell notwendige Schattenplätze lassen sich immer irgendwie einrichten. Mit weniger Sonne wird es hingegen für einige Obst- und Gemüsearten schwer werden. In meiner Übersicht könnt ihr sehen, welche Pflanzen für euren Balkon überhaupt geeignet sind.

  • Was tun bei einem Nordbalkon?

Auf einem schattigen und kühlen Nordbalkon ist es generell schwieriger, starke Pflanzen zu ziehen. Wählt robuste Sorten für den Anfang aus, fangt vielleicht erst einmal mit Kräutern an. Wichtig ist, dass ihr das wenige Licht, das euren Balkon erreicht, einfangt. Das ist z.B. mit einer weißen und damit reflektierenden Wand möglich. Wärme schafft ihr durch kleine Gewächshäuser.

 

 

  1. Wie intensiv kann ich mich um meine Pflanzen kümmern?

Wer sich nicht täglich um seine Pflanzen kümmern kann, sollte das bei der Auswahl beachten. Anspruchsvolle Pflanzen mit einem hohem Wasser- und Nährstoffbedarf möchten am liebsten jeden Tag gepempert werden und nehmen einem vor allem in der Anfangsphase einen Wochenendausflug übel. Wer häufig unterwegs ist, sollte seine Auswahl auf robustere Arten beschränken.

 

  1. Setzlinge kaufen oder selber ziehen?

Sobald sich die erste Sonne zeigt, gibt es an jeder Ecke Saatgut zu kaufen. Gleichzeitig häufen sich im Internet diverse Tipps, wie ihr aus einfachen Sellerie-Stümpfen, Avocadokernen oder Kräuterzweigen neue Triebe hervorzaubern könnt. Aber welche Methode ist jetzt die beste?

Ihr solltet am besten gleich am Anfang überlegen, welche Anzuchtvarianten ihr ausprobieren wollt. Ihr könnt entweder eure Samen selbst ziehen oder auch auf einem Lokal-Markt/im Baumarkt Setzlinge kaufen.

  • Saatgut

Wer seine Pflanzen von der Pieke auf selber zu ziehen möchte, sollte bei einigen Pflanzen schon jetzt mit Ziehen anfangen. Vor allem Tomaten, Paprika und Chili mögen es bei der Aussaat warm und brauchen eine ganze Weile, bis sie Früchte tragen. Es bietet sich also an, die Samen schon ab Ende Februar auf dem Fensterbrett vorzuziehen und ab den ersten warmen Tagen auszupflanzen.

Andere Samen wachsen gut direkt auf dem Balkon. Schaut euch am besten die Aussaatzeiten genau an – im nächsten Teil erkläre ich euch, wie ihr euch einen einfachen Anbauplan und Aussaatkalender erstellt.

  • Setzlinge

Wer keine Zeit oder Lust hat, Samen zu ziehen, kann sich Jungpflanzen aller Art kaufen und ihnen beim Größerwerden zusehen.

Ich bin zurzeit in Indien und habe dieses Jahr leider keine Zeit, mir all meine Pflanzen selbst zu ziehen. Ich werde deshalb bei Tomatenpflanzen und Co. auf den lokalen Pflanzenmarkt zurückgreifen und nur die Pflanzen selber ziehen, die im April oder später ihren Aussaattermin haben.

Ihr habt Fragen? Dann schreibt mir gern in die Kommentare, was euch auf dem Herzen liegt. In Teil 2 und 3 meiner Selbstversorger-Balkon-Serie erfahrt ihr, wie ihr euren eigenen Anbauplan aufstellt, wo ihr die besten Pflanzbehältnisse herbekommt und weitere wichtige Tipps. Bleibt gespannt!

 

Inspirationen für euren Balkon habe ich auf meiner neuen Pinnwand für euch: Pinterest

Ein ganz niedliches Video mit Tipps&Tricks findet ihr hier: NDR

Mein persönlicher Buchtipp: Der Selbstversorger Balkon: Frisch ernten und genießen

 

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4 comments

Janina March 3, 2017 - 16:20

Ach wie gut, liebe Emilie, dass du mich daran erinnerst!
Jedes Jahr nehme ich mir fest vor, Gemüse auf dem Balkon zu pflanzen – und immer fällt es mir erst ein, wenn es für das Aussähen schon zu spät ist!
Danke dir ganz herzlich,
da werde ich mir doch direkt mal einen Plan für dieses Jahr aufstellen!
Liebe Grüße
Janina | http://www.changelife-berlin.de

Reply
Emilie March 6, 2017 - 08:55

Liebe Janina, ich denke, es wird einigen so gehen wir dir. Es fällt einem doch schwer, noch so “halb im Winterschlaf” schon ans Aussähen zu denken, was? ;) Und wenn die Sonne einen dann aufgetaut hat, fällt’s einem wieder ein.
Ich wünsche dir viel Erfolg bei deinem Gartenprojekt!
Viele Grüße,
Emilie

Reply
Andrea Leistinger April 6, 2019 - 17:46

Hallo Emilie, ich habe heute deinen Betrag zum Thema Balkongarten 1.Teil entdeckt und war etwas verwirrt über eine deiner Ausdrucksweisen.
“jeden Tag gepempert” – sagt man das bei euch in Deutschland so? Ich bin aus Österreich und bei uns heißt das “in schöner Ausdrucksform – “Sex”haben.

In Kombination mit Pflanzen bewässern ist dieser Ausdruck daher etwas verwirrend ;-)) oder auch nicht? ;-)

Liebe Grüße

Andrea

Reply
Emilie April 11, 2019 - 16:13

Liebe Andrea,
Ich musste sehr lachen! Hier handelt es sich wohl um einen regionalen Unterschied in der Ausdrucksweise. Ich habe mich nochmal in meinem Freundeskreis umgehört: Wir verstehen “pempern” als “umsorgen”. Das kommt wohl von der bekannten Marke… ;) Das was du beschreibst, kennen wir als pimpern!
Viele Grüße,
Emilie

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