Köstliche Fencheltarte in zwei Variationen

by Emilie
Köstliche Fencheltarte in zwei Variationen

Heute zeige ich euch mein allerliebstes Schlecht-Wetter-Rezept. Diese Tarte gibt es bei uns in den ungemütlichen Fröstelmonaten ständig, denn sie ist saisonal und einfach lecker.

Ich bin ehrlich gesagt etwas entsetzt, wie lange ich gebraucht habe, um euch meine Fencheltarte vorzustellen. Ich glaube, es liegt daran, dass die Tarte für mich ein absolutes Soulfood ist. Und wenn ich dann erstmal in Soulfood-Stimmung bin, liegt es mir sehr fern, an Fotos und bloggen zu denken… Dann geht es einfach nur um mich … um meinen Magen … und um diese Tarte.

Köstliche Fencheltarte in zwei Variationen

Perfekte Tarte-Ergänzung: frischer Rucolasalat!

Köstliche Fencheltarte in zwei Variationen

Fenchel als Vielfaltswunder

 Fenchel ist mit seiner süßlichen Anisnote Geschmackssache. Ich weiß noch, wie meine Mutter das erste Mal Fenchel kaufte und mir die Aufgabe übertrug, daraus etwas Leckeres zu zaubern. Damals traute ich mich noch nicht viel und es blieb bei einem schnöden Salat.

Dabei ist Fenchel tatsächlich ein kleines Vielfaltswunder der Natur. Aus den zwei Arten, dem Bitter- und dem Süßfenchel, lassen sich die verrücktesten Cremes, Liköre, Gewürze und sogar Seifen herstellen. Was uns wahrscheinlich allen ein Begriff ist, ist der Fenchel-Tee. Bei Bauchschmerzen hat er uns schon immer gut geholfen – doch das ist nicht die einzige wohltuende Wirkung, die das Fenchelöl mit sich bringt.

Köstliche Fencheltarte in zwei Variationen

Fenchel als Heilpflanze

In der Medizin wird vor allem der bittere Fenchel verarbeitet. Die ätherischen Öle trans-Anethol und Fenchon lösen Schleim und helfen uns so bei Atemwegserkrankungen. Außerdem wirken die Öle krampflösend, was uns bei Verdauungsbeschwerden zugute kommt.

Ein interessanter Fakt ist auch, dass Fencheltee beim Stillen helfen kann, da er die Milchbildung anregt.

Köstliche Fencheltarte in zwei Variationen

Fenchel in der Ernährung

Auch wenn wir nicht krank sind, lohnt es sich, mehr mit Fenchel zu experimentieren. Das Gemüse ist reich an Ballaststoffen, hat aber wenig Kalorien. Zusätzlich finden wir Provitamin A, Vitamin E und C sowie einige Mineralstoffe in der Knolle. Eine lohnenswerte Ergänzung zu jedem Wintersalat!

Köstliche Fencheltarte in zwei Variationen

Ein paar Anmerkung zu meinem Tarte-Rezept:

Ich habe euch zwei Teigvarianten aufgeschrieben. Der geschmeidige Kichererbsenteig blättert nur so vor sich hin und hat ein herrliches Aroma. Dafür trumpft er aber mit einer guten Portion Butter auf – ein wahrer Soulfood-Teig!

Wer es knusprig mag, sollte sich für den einfachen Vollkornteig entscheiden. Er macht die Tarte zu einer knackigen Angelegenheit, was ich bevorzuge, wenn ich meinen Abend auf der Couch verbringen möchte. Einfach ein großes Stück Tarte in die Hand nehmen und genießen – no plates required!

Köstliche Fencheltarte in zwei Variationen

Köstliche Fencheltarte in zwei Variationen

Serving Size: 4-5 Portionen

Ingredients

    für den geschmeidigen Kichererbsenteig
  • 1 Dose Kichererbsen, gewaschen und abgetropft
  • 250g Vollkornmehl
  • 125g kalte Butter in Stücken
  • 1-2 EL eiskaltes Wasser
  • eine Prise Salz
    für den einfachen Vollkornboden
  • 150g Vollkornmehl
  • 60g helles Dinkelmehl
  • eine halbe Tasse oder ungefähr 115ml lauwarmes Wasser
  • 1 TL Trockenhefe
  • 1-2 EL Olivenöl
  • eine Prise Salz
    außerdem:
  • 2 große Fenchelknollen
  • 2 EL Ahornsirup
  • etwas Butter/Kokosöl/Rapsöl
  • 2 EL Fenchelsamen
  • 100g Ziegenkäse
  • grobes Meersalz
  • Olivenöl zum Beträufeln

Instructions

  1. Um den Kichererbsenteig zuzubereiten, die Kichererbsen dein pürieren. Dann alle Zutaten miteinander vermengen und den Teig für mind. 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen (besonders durchgezogen ist er nach einer Nacht im Kühlschrank).
  2. Für den Vollkornteig die Hefe im lauwarmen Wasser auflösen, dann alle Zutaten miteinander verkneten. Der Teig muss mind. 1 Stunde gehen, besonders gut wird es nach 2 Stunden Gehzeit.
  3. Während euer Teig ruht bzw. geht, könnt ihr die Fenchelfüllung zubereiten. Dazu als erstes die Fenchelknollen in feine Ringe schneiden.
  4. Den Ofen auf 180°C vorheizen.
  5. Das Fett in einer großen Pfanne heiß machen und den Fenchel hineingeben. Er sollte sich nicht zu stark überlappen --> nehmt lieber weniger Fenchel aus einmal und wiederholt ihr den Vorgang! Die Ringe für je 3-5 Minuten auf einer Seite braun werden lassen, dann umdrehen und weitere 3 Minuten braten.
  6. Kurz bevor der Fenchel fertig ist, gebt ihr einen kleinen Schuss (insgesamt etwa 2 EL) Ahornsirup in die Pfanne. Die Füllung gut umrühren und dann in eine Schüssel zur Seite stellen.
  7. Den Käse in feine Würfel schneiden. Wenn ihr Ziegenfrischkäse nehmt, reicht grobes Zerbröseln.
  8. Den Teig ausrollen und iin eine eingefettete Tarteform legen. Die Fenchelfüllung hineingeben und mit dem Käse und den Fenchelsamen bestreuen. Zum Schluss etwas grobes Meersalz darüber geben und für etwa 15-20 Minuten im Ofen backen oder bis der Käse zu bräunen anfängt.
  9. Zum Servieren frischen Rucola und Olivenöl bereitstellen.

Die Tarte schmeckt auch am nächsten Tag noch sehr gut! Einfach kalt genießen oder in einer Pfanne mit Deckel und etwas Wasser aufwärmen.

http://emiliestreats.de/kostliche-fencheltarte-in-zwei-variationen/

 

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7 comments

Susanna January 28, 2016 - 16:55

Wow, Emilie! So ein tolles Rezept und dazu so schöne Fotos. Da bekomme ich doch sofort Lust, das nachzubacken. Blöd, dass ich meinen Fenchel gerade heute mittag verbraucht habe… Der muss wohl schnell nachgekauft werden. :-))

Reply
Emilie January 28, 2016 - 19:24

Mach das auf jeden Fall, liebe Susanna! Fenchel kann es zur Zeit auch nicht oft genug geben… Soooo ein tolles Saisongemüse! :)

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Cordula February 12, 2016 - 22:27

Hallo Emilie,
ein absolut tolles Rezept!!! Wurde schon zwei mal gebacken :-) Vielen Dank!
Welchen Durchmesser hat Deine Form? Ich hatte etwas zuviel Teig über. Backen musste ich wesentlich länger sonst wäre der Kichererbsenteig noch zu roh gewesen.
– Die erste Tarte habe ich bis auf etwas mehr Ziegenkäse & einer verlängerten Backzeit nach Rezept zubereitet.
Die Fenchelsamen waren uns etwas zu trocken & staubig (kann daran liegen das die schon älter waren), ansonsten geschmacklich TOP!
– Bei der zweiten Fencheltarte hab ich noch Creme Fraiche auf den Boden gestrichen & die Fenchelsamen weg gelassen. Ich muss sagen das war definitiv nicht so lecker wie das original Rezept. Durch die Creme Fraiche haben die einzelnen Geschmäcker nicht mehr so fein heraus geschmeckt.
Liebe Grüße
Cordula

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Emilie February 13, 2016 - 11:48

Liebe Cordula,
Ein bisschen Teig blieb bei mir auch übrig, allerdings wirklich nur der überschüssige Rand. Der Boden ist relativ dick und blättrig. Ich liebe ihn so! :) Meine Form ist ziemlich groß, etwa 30cm im Durchmesser.
Fantastisch und so spannend, dass du noch andere Varianten probiert hast! Vielen Dank, dass du deine Erfahrungen mit mir teilst!
Fenchelsamen sind eine leckerer Sache und schmecken frisch sehr stark nach Anis. Das gefällt nicht jedem, ich mag das aber sehr gerne. Probiert euch einfach aus! Eine große Packung Fenchelsamen, die partout nicht alle werden will, kann zusammen mit Kümmel auch in Vollkornbrot wandern. Das kenne ich aus Thüringen – aber Achtung, das Brot bekommt dann wirklich einen sehr eigenen Geschmack.
Ich grüße dich ganz lieb! Emilie

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Raspberrysue August 3, 2016 - 07:52

Hi Emilie, dein Tarte-Rezept sehe ich erst jetzt. Fenchel habe ich erst im letzten Winter so richtig lieben gelernt. Das wird sofort abgespeichert und sobald Saison ist, nachgebacken. Sieht einfach zu gut aus… :)) Ich bin übrigens in der Vorbereitung für den GB und du hörst von mir, wenn alles im Kasten ist! Liebe Grüße, Carina

Reply
Emilie August 3, 2016 - 12:04

Uh, als Fenchelliebhaber MUSS man diese Tarte einfach ausprobiert haben! Diese süß-herbe Geschmacksexplosion ist auch voll mein Fall! :) Ich bin schon ganz gespannt auf deinen Post…Bis bald, Emilie :)

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Mareike January 16, 2019 - 20:11

Schön! Danke, dass du die zwei Teigvarianten anbietest, und beide klingen so lecker. Mal schauen, welche ich als erste probiere. Auf jeden Fall habe ich auch gerade Kichererbsenmehl für mich entdeckt – wie lecker!
Lg

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