Hafermuffins mit Kleie & Karotte (vegan)

by Emilie
Hafermuffins mit Kleie & Karotte (vegan)


Möhren haben viele Namen. Mohrrübe, Wurzel, Karotte, Gelbrübe – je nach Region variiert die Bezeichnung, wie ihr auf dieser Karte gut studieren könnt. Ich sage eigentlich immer Möhre, außer es folgt ein Wort mit K. Dann wird meine geliebte Möhre stilsicher plötzlich zur Karotte. Und es gibt noch viel mehr spannendes über mein Lieblingsgemüse zu erzählen, wie z.B., dass ein hoher Möhrenverzehr zur Orangefärbung der Haut führen kann. Das stimmt tatsächlich, ich kann es an zwei dominanten Beispielen bestätigen: Einmal an einer Freundin, die den Test machte und über mehrere Monate mindestens ein Kilo Karotten pro Woche verdrückte und knallorange wurde (ohne Spaß!) und an mir, die täglich mind. eine Möhre snackt (because I love it) und permanent einen leicht gelb-orangenen Teint aufweist.

 

(Hafer)kleie

Doch in diesem Beitrag soll es gar nicht so viel um die Möhre gehen, sondern um Kleie. Kleie ist das, was bei der Kornverarbeitung zu Mehl vom Getreide übrig bleibt. Das polierte und von den Spelzen befreite Korn wird vermahlen und gesiebt, die äußeren Randschichten bleiben als Kleie übrig. Es gibt Kleie von Weizen, Dinkel und vielen anderen Getreidearten. Am bekannteste ist wohl die vom Hafer. Jeder Kleie ist gemein, dass sie unheimlich ballaststoffreich (bis zu 45 %) und mineralstoffreich ist. Ich habe die “Kornreste” zum ersten Mal bewusst mit 17 Jahren gegessen, als bei mir die Diagnose Eisenmangelanämie stand. Ihr kennt sie aber sicherlich schon aus ballaststoffreichen Müslimischungen oder Keksen (Graham-Cracker!).

Warum Ballaststoffe so wichtig für unseren Körper sind, könnt ihr hier lesen. Ich möchte an dieser Stelle nochmal den ernährungswissenschaftlichen Zeigefinger schwingen und darauf hinweisen, dass gerade mal 25% der Frauen und 32% der Männer die empfohlene Menge an Ballaststoffen (30 g am Tag) aufnehmen! Zwar sind Ballaststoffe nicht essentiell, aber extrem gesundheitsfördernd und zählen für mich deshalb zu den am meisten unterschätzten Mangel-Nährstoffen in Deutschland.

Haferflocken sind wahre Alleskönner

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Dass Haferflocken der Wahnsinn sind, musste mir Henriette von den Alleskörnern nicht mehr erklären. Denn wer einmal in meiner Blog-Suche Haferflocken eintippt, wird sehen, dass hier ein absoluter Hafer-Fan bereits anwesend ist. ;) Ich fand es trotzdem spannend, zu erfahren, dass es einen ganzen Verband gibt, der sich den Haferflocken verschrieben hat und deren Konsum vorantreiben will. Diese Mission kann ich nur unterstützen! Das folgende Rezept habe ich also für die Alleskörner entwickelt. Ich freue mich, dass ich damit auch auf der Alleskörner-Website zeigen kann, was sich mit Haferflocken so alles anstellen lässt. Wer mehr über die Vorteile, den Anbau oder die Verwertung von Hafer erfahren möchte, ist dort an der richtigen Adresse.



Hafermuffins mit Kleie & Karotte (vegan)

12 Muffins

Hafermuffins mit Kleie & Karotte (vegan)

Ingredients

  • 100 g Haferkleie
  • 2 EL gemahlene Leinsamen
  • 160 ml Milch
  • 1 EL Zitronensaft
  • 175 g Mehl
  • 50-80 g Zucker (nach Geschmack)
  • 1/2 TL Salz
  • 1 TL Backpulver
  • 1/2 TL Natron
  • eine Prise Zimt, Kardamom und Anis
  • 140 g Apfelmark
  • 150 g geraspelte Möhre (eine große)
  • bis zu 3 EL Rosinen oder Cranberries (optional)
    für das Hafertopping:
  • 3 EL Haferflocken
  • 2 EL (vegane) Butter, geschmolzen
  • 1 EL Zucker

Instructions

  1. Die Kleie und die Leinsamen mit Milch und Zitronensaft verrühren und quellen lassen. Falls ihr Rosinen oder Cranberries verwendet: Diese in etwas Wasser einweichen, dann werden sie saftiger. Den Ofen auf 175 Grad vorheizen.
  2. Das Mehl mit dem Zucker sowie den Gewürzen vermengen. Die gequollene Kleie-Mischung, Apfelmark und geraspelte Möhre unterheben.
  3. Ein Muffinblech mit Förmchen auslegen und jeweils 1,5 EL Teig hineingeben.
  4. Die Topping-Zutaten grob vermengen und über die Muffins geben.
  5. Im Ofen etwa 15 bis maximal 20 Minuten backen, bis die Muffins goldgelb sind.
http://emiliestreats.de/hafer-muffins-mit-kleie/

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7 comments

Ina February 5, 2019 - 22:23

Hallo Emilie, die Muffins hören sich echt lecker an… Hast du vielleicht eine Idee, wie ich sie fructosearm für meinen Sohn und ohne Verwendung von Apfelmark abändern könnte? Schon mal ganz lieben Dank für deine Antwort…

Liebste Grüße
Ina

Reply
Emilie February 6, 2019 - 11:23

Hi Ina!
Ernährt ihr euch vegan? Wenn nicht, kannst du das Apfelmark durch ein Ei ersetzen. Anstatt des normalen Zuckers würde ich mit Reissirup oder Traubenzucker arbeiten. Den Möhrenanteil kannst du verringern oder auch ganz weglassen. Vielleicht hilft das bereits weiter?
Lieber Gruß,
Emilie

Reply
Vans February 18, 2019 - 19:06

Das Apfelmarkersetzt bei dir also das Ei aus traditionellen Rezepten. Wie ist das denn mit dem Natron, welche Funktion hat das?

Reply
Emilie February 19, 2019 - 12:29

Apfelmark ersetzt auch gleichzeitig eine gute Menge Fett und macht die Muffins trotzdem saftig. :) Das Natron reagiert zusammen mit Säure und lässt Gebäck fluffig aufgehen. Immer etwas Zitronensaft, Buttermilch o.ä. dazugeben, wenn du Natron einsetzt!
Viele Grüße,
Emilie

Reply
Vera Noll April 24, 2019 - 06:59

Herzlichen Dank für die guten Rezepte

Reply
Vera Noll April 24, 2019 - 07:00

Super gute Rezepte, herzlichen Dank dafür

Reply
Emilie April 24, 2019 - 10:16

Vielen Dank, liebe Vera!

Reply

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