Frisch-herbes Wassermelonen-Gazpacho

by Emilie

Wassermelonengazpacho

Was für ein Wetter! Darauf haben wir doch alle gewartet! ;)
Für diese wunderbar heißen Tage stelle ich euch einen Sommersalat vor, für den ihr etwas mutiger sein müsst – diese Geschmackskombination ist den meisten vielleicht noch unbekannt. Es handelt sich um eine Abwandlung der spanischen Kaltsuppe Gazpacho.

Wassermelonengazpacho

Einmal überwunden und einmal probiert finde ich die Mischung aus fruchtig, herb und scharf sehr gelungen, auch Freunde von mir konnten sich für den erfrischenden Sommersalat begeistern. Nicht komplett überzeugt war wiederum mein Freund, der allerdings auch keine Paprika mag – ich schätze, es ist Geschmackssache.

Das Richtige für heiße Tage ist der Salat aber auf jeden Fall. Ich habe einmal ein wenig recherchiert und die am ehesten einleuchtenden Tipps für euch zusammengetragen:

  • Viel Trinken und viel Wasserhaltiges essen! – Ist ja klar. Wer viel schwitzt, muss seinen Körper mit ausreichend Wassernachschub versorgen. Ein gesunder Erwachsener besteht zu etwa 70% aus Wasser und das sollte auch an heißen Tagen so bleiben!
    Das meiste Körperwasser befindet sich übrigens in unseren Zellen. Besonders wasserreiche Organe sind das Gehirn, die Leber und die Haut.
  • Gerichte schärfen! Das ergibt durchaus Sinn. In wärmeren Ländern wird nicht nur scharf gegessen, da Schärfe bis zu einem gewissen Grad antibakteriell wirkt. Schärfe regt uns außerdem zum Schwitzen an und Schweiß wiederum kühlt den Körper. Wer nicht genug schwitzt, läuft Gefahr, dass sich der Körper über die normalen 36-37° Körpertemperatur erhitzt.
  • Lauwarm ist besser als eiskalt! Beim Trinken von eiskaltem Wasser oder einer eiskalten Dusche ziehen sich unsere Blutgefäße zusammen. Das ist aber kontraproduktiv. Damit der Körper sich abkühlen kann, weiten sich die Blutgefäße unter unserer Haut. Durch die größere Oberfläche kann das darunter fließende Blut besser die Wärme an die Umgebung abgeben. Zusammengezogene Blutgefäße halten das Blut im Körperinneren – der Körper erhitzt sich immer mehr.
  • Auf die Elektrolyte achten! Durch das Schwitzen verlieren wir einerseits Wasser, auf der anderen Seite aber auch Elektrolyte, also in unseren Körperflüssigkeiten gelöste Salze bzw. Teilchen, die in der Lage sind, Strom zu leiten. Um diesen Verlust wieder auszugleichen, sollten wir darauf achten, genügend Mineralstoffe aufzunehmen. Aber Achtung: Da wir Deutschen eh zu einer erhöhten Salzaufnahme tendieren, müssen wir unseren Sommersalat also nicht extra gut salzen. Zu viel Salz (Natrium) erhöht den Blutdruck und bindet außerdem Wasser.
    Elektrolyte sind z.B. auch Kalium-, Calcium- und Magnesiumionen und finden sich in allen möglichen Nahrungsmitteln. Beispiele dafür sind Kokoswasser, Bananen, Joghurt und Co.

 Ein interessanter Aspekt zum Schluss: In Bali, aber auch in asiatischen Restaurants hier, ist mir immer wieder aufgefallen, dass die servierten Getränke sehr stark gesüßt wurden. Das hat jedoch einen sehr einleuchtenden Grund: Zucker, Natriumionen und Wasser stehen in einer engen Beziehung, was die Aufnahme betrifft. Durch etwas Glukose kann unser Körper Natrium und Wasser besser aufnehmen.

Wassermelonengazpacho

Der folgende Salat besteht aus einer Menge Wasser, aus einer Menge Mineralstoffen, hat etwas Schärfe und wird gut durchgezogen und nicht zu kalt genossen. Alles richtig gemacht!

Wassermelonen-Gazpacho

Serving Size: 2 Portionen

Wassermelonen-Gazpacho

Ingredients

  • 1 Wassermelone mit mindestens 850g Fruchtfleisch
  • 2 Tomaten
  • 35g Paprika
  • 20g Zwiebel
  • 80g Gurke
  • 15g Basilikum
  • 2 EL Limettensaft (etwa 1/2 Limette)
  • 1/2 TL Ingwerpulver
  • etwas frische Chili (Menge abhängig vom Schärfegrad)
  • 1/2 TL Salz
  • Pfeffer

Instructions

  1. Die Wassermelone aufschneiden und an den Seiten mit einem langen Messer einschneiden. In der Mitte ein Kreuz stechen und dann mit einem großen Löffel große Fruchtstückbrocken herausholen und zur Seite tun. Bis zum Boden aushöhlen. Dabei darauf achten, dass ihr den Boden der Melone nicht einschneidet, damit später keine Flüssigkeiten herauslaufen kann.
  2. Etwa 500g Fruchtfleisch fein pürieren.
  3. Etwa 350g Fruchtfleisch in mundgerechte Stücke schneiden.
  4. Tomaten, Gurke, Paprika, Zwiebel klein schneiden, Basilikum hacken.
  5. Alle Zutaten in die ausgehöhlte Melone geben und vermengen.

Der Salat schmeckt am 2. oder 3. Tag am besten. Idealerweise lasst ihr den Melonensalat im Kühlschrank eine Zeit ruhen.

http://emiliestreats.de/frisch-herbes-wassermelonen-gazpacho/

Wassermelonengazpacho

 

 

Quelle Beziehungen Natrium-, Glukose- und Wasseraufnahme

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11193601

 

 

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2 comments

Lydia July 7, 2015 - 12:51

Oh, eine wunderschöne Idee!
Ich überlege gerade Holistic Nutrition zu studieren und wollte dich mal fragen, ob dir dein Studiengang an deiner Hochschule so gefällt xo

Reply
Emilie July 7, 2015 - 16:13

Danke! :)
Hey, das klingt spannend! Wo wird dieser Studiengang angeboten?
Ich muss sagen, dass ein Studium am Anfang ziemliches Durchhaltevermögen fordert. Man beginnt, alle Basisfächer einmal durchzuarbeiten und erst später kommen die wirklich “interessanten” Dinge. Sobald ich das akzeptiert hatte, aufgehört habe, das System zu hinterfragen und auch einsah, dass ich das alles als Grundlage brauche, wurde es ein spannendes Studium. Es wird aber noch viel spannender, wenn du über deine Fächer hinaus recherchierst, aktuelle Publikationen liest, die Professoren fragst, warum das Thema genau für die Ernährung wichtig sein kann und und und… Ich denke, ein Studium ist nur so spannend, wie man es sich macht und vieles kommt auf die Einstellung drauf an!

Liebe Grüße und viel Erfolg, Emilie :)

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